Winterchaos in Europa: Stromausfälle, Verkehrskollaps und Unfälle mit Todesopfern
- In Frankreich sind 110.000 Häuser derzeit ohne Strom
- In Deutschland Flug- und Bahnverkehr betroffen
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Gesperrte Flughäfen und Autobahnen, hunderttausende Haushalte ohne Strom, schwere Unfälle mit Todesopfern - die starken Schneefälle der vergangenen 24 Stunden haben vor allem in Deutschland und Frankreich für ein veritables Verkehrschaos gesorgt.
Besonders schlimm erwischte es Bayern: Dort mussten wegen des Wintereinbruchs 500 Menschen die Nacht in ihren Autos verbringen. Nach einem Verkehrsunfall mit drei Lkw auf der Autobahn Regensburg-Nürnberg (A3) kam der Verkehr völlig zum Erliegen. Die Betroffenen bekamen von Helfern Decken, heiße Getränke und Snacks. Nach mehr als sieben Stunden Totalsperre konnten die Autos am Donnerstag früh auf einer Spur ihre Fahrt fortsetzen.
Rund 600 Passagiere mussten wegen des heftigen Schneetreibens und ausgefallener Flüge am Münchner Flughafen verbringen. Am Mittwoch waren rund 350 Flüge gestrichen worden, mehr als 100 waren verspätet. Der Winter hatte die Straßen Schleswig-Holsteins und Hamburgs in Rutschbahnen verwandelt. Die Polizei zählte knapp 100 Unfälle. Dabei wurde ein Autofahrer getötet.
Winterchaos auch in Frankreich: Wegen neuerlich starker Schneefälle waren 110.000 Haushalte ohne Strom. In Polen erreichten viele Pendler nur mühsam ihre Arbeitsplätze. In Warschau waren innerhalb von 24 Stunden 18 Zentimeter Schnee gefallen - mehr als in den Bergen. In Tschechien konnte der internationale Flughafen Prag-Ruzyne nach einem Tag Sperre wieder geöffnet werden. Rund 100 Ortschaften waren in Nord- und Mittelspanien von der Außenwelt abgeschnitten. Auf der Autobahn Madrid-Burgos steckten am Donnerstag rund 200 Lkw im Schnee fest.
(apa/red)
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