Machtkampf um Nachfolge: Noch-CSU-Chef Stoiber lädt zu Krisenrunde am Freitag
- Weiterhin Hoffnung auf einvernehmliche Lösung
- Offenbar Widerstand gegen Vizeposten für Pauli

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CSU-Chef Edmund Stoiber hat einem Zeitungsbericht zufolge für kommenden Freitag führende Politiker seiner Partei zu einem weiteren Krisengespräch eingeladen, um den Machtkampf um seine Nachfolge zu beenden. Stoiber halte es für möglich, den Streit um den CSU-Vorsitz bei diesem Treffen einvernehmlich zu lösen, berichtete der "Münchner Merkur" unter Berufung auf die CSU-Spitze.
Dem Blatt zufolge sollen an der geplanten Siebener-Runde in München CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann, Landesgruppenchef Peter Ramsauer, Landtagspräsident Alois Glück, Innenminister Günther Beckstein sowie Bundesagrarminister Horst Seehofer und dessen Mitbewerber um den CSU-Vorsitz, Wirtschaftsminister Erwin Huber, teilnehmen. Zur Vorbereitung des Treffens plane Stoiber weitere Einzelgespräche, insbesondere mit Beckstein, Huber und Seehofer.
Wie das Blatt weiter berichtet, stößt die Absicht der Fürther Landrätin Gabriele Pauli, als stellvertretende Parteivorsitzende zu kandidieren, in der CSU-Spitze auf breite Ablehnung. In der Vorstandssitzung am Montag sei Pauli wegen ihrer Kritik an Stoiber und ihrer Internet-Kampagne für einen Basisentscheid scharf angegriffen worden. "Das stinkt mir", wurde Wissenschaftsminister Thomas Goppel von Teilnehmern der Sitzung zitiert. Er kündigte demnach an, er werde auf dem CSU-Parteitag Ende September "massiv" gegen Pauli auftreten, sollte sie sich tatsächlich um einen Vizeposten bewerben. (apa/red)
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