Mittwoch, 24. Jänner 2007

Kyrill forderte weiteres Todesopfer in OÖ: Wieder Mann von einem Baum erschlagen

  • Vater fand 38-Jährigen bewusstlos unter Baum liegen
  • Auch in Vöcklabruck bereits ein Mann erschlagen

Ein 38-jähriger Oberösterreicher ist bei Aufräumarbeiten nach dem Orkan Kyrill in Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) ums Leben gekommen. Der Landwirt wurde unter einem Baum begraben, gab die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung bekannt.

Gegen 17.30 Uhr versuchte der Vater mehrmals vergeblich den 38-Jährigen anzurufen. Gemeinsam mit dem Bruder des Landwirtes begab er sich in den Wald, um ihn zu suchen. Sie fanden ihn schließlich bewusstlos unter dem Baum liegend, befreiten ihn und begannen mit Wiederbelebungsversuchen. Der alarmierte Arzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Weiterer Mann von Baum erschlagen
Ein weiterer Oberösterreicher ist in Regau (Bezirk Vöcklabruck) in Oberösterreich bei Aufräumarbeiten nach dem Sturm Kyrill getötet worden. Auch hier fand der Vater den 37-Jährigen von einem Baum erschlagen am Boden liegend, teilte die Polizei mit. Der Mann wollte einem Bekannten helfen, Forstschäden aufzuarbeiten.

Vater machte sich Sorgen
Dabei traf ihn ein umstürzender Baum am Oberkörper und begrub ihn unter sich. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Als der 37-Jährige nicht zum Mittagessen nach Hause kam, machte sich sein Vater Sorgen und begann seinen Sohn zu suchen. Er fand den 37-Jährigen tot im Wald.

Auch 64-jähriger Landwirt verletzt
Für einen 64-jährigen Landwirt aus Grieskirchen endete ein Forstunfall mit schweren Verletzungen. Er wurde ebenfalls bei Holzschlägerungsarbeiten von einem Baum an den Beinen getroffen. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht.

Mann in NÖ bei Aufräumarbeiten tödlich verunglückt
Ein 50-Jähriger ist bei Aufräumarbeiten nach dem Orkan Kyrill in Heitzles (Bezirk Zwettl) tödlich verunglückt. Er wurde in einem Wald von einem Wurzelstock erdrückt, teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit. Seine Ehefrau holte nach dem Unfall Hilfe, der Gemeindearzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Der Niederösterreicher schnitt mit der Motorsäge den Stamm einer entwurzelten Fichte durch. Dabei dürfte der Wurzelstock nicht rückwärts in die ursprüngliche Lage, sondern nach vorne auf den gebückten 50-Jährigen gestürzt sein. Dabei habe der Wurzelstock den Mann regelrecht unter sich begraben.

Die 49-jährige Ehefrau versuchte zunächst, ihren Mann von selbst zu befreien. Dies scheiterte, die Niederösterreicherin holte danach aus der rund einen Kilometer entfernten Ortschaft Hilfe. Nachbarn gelang es, den Wurzelstock mit einer Seilwinde zurückzuziehen. Dem Mann war jedoch nicht mehr zu helfen.

(apa/red)

24.1.2007 12:24