'SPÖ will Türe zur FPÖ nicht zuschlagen': Van der Bellen kritisiert Gusenbauers 'Milde'
- Bei Foto mit Hitler-Gruß muss FPÖ-Chef zurücktreten
- Van der Bellen stellt sich 2008 der Wiederwahl
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Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen hat am Samstag die "milde" Bewertung der Jugendfotos von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache durch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer scharf kritisiert. "Bundeskanzler Gusenbauer liegt hier falsch, wenn er nur von einer Jugendtorheit spricht", so Van der Bellen im Ö1-"Journal zu Gast". Die SPÖ wolle offensichtlich die Türe zur Strache-FPÖ nicht zuschlagen und sich diese Opposition offen lassen.
Van der Bellen meinte, wenn jetzt noch Fotos von Strache mit dem "Hitler-Gruß" dazukommen, "dann reicht's aber wirklich" und Strache müsste zurücktreten.
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon forderte in einer Aussendung von Strache eine Aufklärung: "Die von Strache angekündigte eindeutige Erklärung und klare Distanzierung der FPÖ von NS-Gedankengut ist längst überfällig."
Van der Bellen stellt sich 2008 als Parteichef der Wiederwahl
Van der Bellen will sich 2008 beim Bundeskongress der Wiederwahl stellen. "Ich sehe keinen Grund, meine Karriere vorzeitig zu beenden", so der 63-Jährige. Van der Bellen ist seit Dezember 1997 Bundessprecher der Grünen. Ob er auch wieder als Spitzenkandidat bei den Nationalratswahlen 2010 antreten wird, ließ er offen. Dies werde entschieden, "wenn die Zeit reif ist".
"Wir sind gut aufgestellt", so Van der Bellens Befund. Er sieht die Rolle der Grünen als "starke Opposition gegen eine erstaunlich schwache Koalition". Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP hätten die "Zeichen der Zeit nicht erkannt". Bei den Themenstellungen der Grünen sieht Van der Bellen "keinen großen Änderungsbedarf"."Unsere Themen haben Konjunktur", meinte der Parteichef unter Hinweis auf die Debatte um den Klimawandel.
(apa/red)
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