Verkehrschaos durch Schnee und Eis: Ost- autobahn gesperrt, Kettenpflicht im Westen!
- Urlauberschichtwechsel führt zu Behinderungen
- Vorarlberg, Salzburg, NÖ und Burgenland betroffen
·BILDER: Winter hält in Österreich Einzug!
Der lang ersehnte Schnee
kommt nun doch noch!
·So wird das Wetter!
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Die anhaltenden Schneefälle und der Urlauberschichtwechsel haben zu Verkehrsbehinderungen in Niederösterreich, Burgenland, Salzburg und Vorarlberg gesorgt. Auf vielen Gebirgsstraßen im Westen herrschte für alle Fahrzeuge Schneekettenpflicht. Die Ostautobahn musste nach mehreren Unfällen gesperrt werden. Auch über Wien fegte in den späten Nachmittagsstunden eine Schneesturm hinweg.
Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fielen in den Nordalpen, bis zu 20 Zentimeter in den Tauern. Aber auch in den Tälern blieb die weiße Pracht liegen. Verkehr kam immer wieder zum Stillstand. Auf den Bergen herrschte erhebliche Lawinengefahr.
Winterliche Straßenverhältnisse und Schleudergefahr meldete die Polizei für die gesamte Strecke der Westautobahn A1 und der Tauernautobahn A10 im Bundesland Salzburg. Starken Verkehr gab es auf der Pinzgauer Straße B311 bei Saalfelden sowie zwischen Zell am See und Bischofshofen. In Geduld mussten sich auch die Fahrzeuglenker auf der Loferer Straße B178 zwischen Lofer und der deutschen Bundesgrenze üben.
In Vorarlberg meldete der ÖAMTC am Vormittag zwei bis drei Kilometer Stau auf der A14 Rheintalautobahn vor dem Pfändertunnel bei Bregenz in Richtung Deutschland. Bei Bludenz-Ost in Richtung Arlberg verzeichnete der ÖAMTC zähen Kolonnenverkehr bis zur Ausfahrt Nüziders zurück.
Auf der S16 Arlberg-Schnellstraße stürzte auf Höhe der Raststätte Innerbraz (Bezirk Bludenz) ein Lebensmittel-Tankzug um. Nach Angaben der Autobahnpolizei wurde bei dem Unfall niemand verletzt, doch der Lkw blockierte am frühen Nachmittag noch immer die Straße. Die Bergungsarbeiten dürften laut ÖAMTC noch länger andauern.
Ost-Autobahn gesperrt
Nach drei Unfällen mit insgesamt 13 Fahrzeugen ist am Samstagnachmittag die Ost-Autobahn (A4) zwischen Bruck an der Leitha (Niederösterreich) und Parndorf (Burgenland) in Richtung Ungarn gesperrt worden. Insgesamt 20 Person wurden verletzt. Nach Angaben des ARBÖ waren mehrere Lkw in die Unfälle involviert, weswegen von einer mehrere Stunden langen Sperre ausgegangen werden müsse.
Gegen 15 Uhr kollidierten im Bereich der Anschlussstelle Bruck/Leitha-Ost auf der Fahrbahn Richtung Ungarn sechs Fahrzeuge. Wenige Minuten später ereigneten sich im selben Bereich zwei weitere Unfälle, an denen drei bzw. vier Fahrzeuge beteiligt waren. Durch die Umleitung des Verkehrs über die Budapester Bundesstraße (B10) habe sich innerhalb von wenigen Minuten "ein kilometerlanger Stau gebildet", so der ARBÖ.
Auch auf der Brünner Straße (B7) kam es laut ÖAMTC auf der vereisten Fahrbahn zwischen Kollnbrunn und Wolkersdorf immer wieder zu Unfällen. Die Bergungsarbeiten an einem Lkw, der im Straßengraben gelandet war, verursachten zudem einen rund zwei Kilometer langen Stau. Zwischen Gänserndorf und Deutsch Wagram hätten sich auf der Angererstraße (B8) vier Unfälle auf schneeglatter Fahrbahn ereignet, die aber alle glimpflich verlaufen seien. Die Weinviertler Straße (B303) war zwischen Schöngrabern und Grund rund eine Stunde wegen hängengebliebender Lkw blockiert.
Staus infolge Schneegestöbers und -verwehungen meldete die Informationszentrale des Clubs weiters von der Laaer Straße (B6) im Bereich Karnabrunn - Ernstbrunn und von der Budapester Straße (B10) zwischen Bruck an der Leitha und Nickelsdorf.
Lawinengefahr in Tirol
Vor "erheblicher Lawinengefahr" hat der Lawinenwarndienst Tirol gewarnt. Besonders in Osttirol und entlang des Alpenhauptkammes herrsche Gefahrenstufe drei. In den Tiroler Tourengebieten sei die Gefahr "überwiegend mäßig". Die Hauptgefahr geht von frischen Triebschneeansammlungen aus, die sich vor allem in steilen Hängen und Kammlagen oberhalb von etwa 2000 Metern Höhe befinden.
Ein Schneebrett könne dabei schon durch geringe Zusatzbelastung, also etwa durch einen einzelnen Skifahrer oder Snowboarder, ausgelöst werden. In den vergangenen 24 Stunden habe es in Tirol wieder einige Zentimeter Neuschneezuwachs gegeben.
Auf Grund der anhaltend tiefen Temperaturen sei der jüngste Neuschnee trocken und locker, so dass die starken bis stürmischen Winde aus nordwestlichen Richtungen zu immer neuen Triebschneeansammlungen führen würden. (APA)
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