Pröll will den Klimaschutz in Österreich ankurbeln: Kyoto-Ziele gelten als Messlatte
- Umweltminister verlangt mehr Maßnahmen im Inland
- Hauptproblem im Verkehr - Augenmerk auf die Bahn
Um die heimischen Kyoto-Klimaschutzziele erreichen zu können, verlangt Umweltminister Pröll "mehr Maßnahmen im Inland". Das sollen auch die Schwerpunkte in der neuen Klimastrategie sein, sagte Pröll. "Grüne Investitionen" im Ausland, mit denen die Bilanz ebenfalls verbessert werden können, sollen auf jeden Fall den kleineren Anteil ausmachen, kündigte er an.
Das Hauptproblem sieht der Umweltminister im Verkehr, wo nicht zuletzt die Tanktouristen das Gesamtbild trüben. Durch die von der EU vorgegeben Berechnungsmethoden werden rund acht Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente in die heimische Bilanz eingerechnet, obwohl sie eigentlich im Ausland ausgestoßen werden. Aber auch ohne Tanktouristen sei die Bewegung in diesem Sektor "nicht erfreulich", räumt Pröll ein.
Priorität hat für Pröll im Verkehrsbereich die Schiene: Bei der Bahn gehe es sowohl um die Infrastruktur als auch um die Qualität. "Die Menschen werden auch angezogen von der Qualität des Reisens. Es geht nicht nur um die Frage: 'Kann ich dort mit dem Zug anreisen', sondern auch 'wie'."
Neben einer Forcierung der Bahn und des Radverkehrs auf kurzen Strecken wälzt der Umweltminister konkrete Pläne zu alternativen Antriebsformen: Bis 2010 soll deren Quote bei den verkauften Fahrzeugen bei fünf Prozent liegen. Um dies zu erreichen, will er Methangas auf Tankstellen "massiv forcieren" und ein flächendeckendes Netz errichten.
Welche Maßnahmen im Inland konkret gesetzt werden kann, um das Kyoto-Protokoll erfüllen zu können, soll in der neuen Klimastrategie festgelegt werden. Entsprechend vage bleibt Pröll: "Klar ist für mich, dass die grünen Investitionen im Ausland nie die Anstrengungen im Inland übertreffen sollen. Der Schwerpunkt muss auch in Zukunft im Inland liegen."
(apa/red)
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