Nudelsuppe schmeckte nicht: 69-Jährige tötet ihre Schwester daraufhin mit der Axt
- Ganze zehn Tage neben Leiche der Schwester gelebt
- Zweifel des Bestatters überführten die Täterin
·Urteil: Lebenslange Haft für Wr. Fleischer
Freundin zerstückelt:
"War wie ein totes Tier"
Ein Familiendrama spielte sich am 12. Jänner in Trins im Gschnitztal im Bezirk Innsbruck-Land zwischen zwei Schwestern ab. Nachdem die 80-Jährige über das Essen gemeckert hatte revanchierte sich die jüngere der beiden, indem sie ihrer Schwester mehrmals mit einer Krücke auf den Kopf schlug.
Eine 80-jährige Tirolerin, die seit einer Hüftoperation im letzten Oktober auf die Pflege ihrer jüngeren Schwester angewiesen war, wurde am 12. Jänner ein Opfer dieser: Nachdem es schon des öfteren Reibereien gab kam es zum Eklat, nachdem die ältere der beiden Schwestern die Kochkünste der jüngeren kritisiert hatte. Die 69-Jährige schlug ihrer Schwester mehrmals mit einer Krücke auf den Kopf. Als diese daraufhin vom Sessel fiel und mit dem Kopf auf die Heizung prallte, gingen die Nerven der jüngeren endgültig mit ihr durch: Sie nahm die Axt und hieb noch weitere Male auf den Kopf ihrer Schwester ein.
Leben neben der Leiche
Erst als mehrere Tage später die dritte, älteste der drei Schwestern bei einem Besuch die Leiche entdeckte, wurde der Bestatter verständigt. Dieser informierte die Behörden, weil ihm, ebenso wie dem Sprengelarzt, Zweifel an der Todesursache gekommen waren. Die Obduktion ergab "zahlreiche, teils massiv geführte Hiebverletzungen durch Fremdeinwirkung am Kopf".
Falsches Alibi konnte nicht helfen
Konfrontiert mit den Vorwürfen des Gerichtsgutachters gab die mutmaßliche Täterin an, zur Tatzeit im Ausland gewesen zu sein und die Schwester nach ihrer Rückkunft tot vorgefunden zu haben. Wenig später gab sie aber ein Geständnis ab, sie sitzt in Untersuchungshaft.
(apa/red)
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