Feuereinsatz auf eigene Faust: Grazer kämpfte vier Stunden gegen Brand im Keller
- Erst dann entdeckte Nachbarin des Rentners Feuer
- Einsatzkräfte löschten Brand. Ehepaar wurde verletzt
Vier Stunden lang hat ein Grazer Pensionist vergeblich gegen einen Brand in seinem Heizraum gekämpft. Als der 82-Jährige schon 20 Zentimenter tief im Wasser standt, entdeckte eine Nachbarin das Feuer und verständigte die Einsatzkräfte. Der Grazer und seine Frau wurden leicht verletzt ins LKH gebracht.
Der Senior wachte durch einen lauten Knall im Keller seines Hauses in Graz-Liebenau auf, wie er später zu Protokoll gab. Als er im Heizraum nachschaute, stand der Holzbrandofen und das daneben gelagerte Brennmaterial bereits in Flammen. Statt sofort die Feuerwehr zu rufen, versuchte der Grazer, den Brand selbst mit Wasser aus einem Gartenschlauch zu löschen.
Erst Stunden später bemerkte eine Anrainerin den Qualm aus dem Keller des Nachbarhauses und alarmierte die Einsatzkräfte. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der 82-Jährige bereits bis über die Knöchel im Wasser - ohne den gewünschten Erfolg, denn erst die Florianijünger konnten den Brand löschen.
Der Mann wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung und oberflächlichen Verbrennungen an den Händen ins LKH Graz gebracht. Auch seine Ehefrau, die im Haus geschlafen hatte, wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus überstellt. Durch den Brand entstand ein Schaden von bis zu 20.000 Euro. Zum Schluss mussten die Einsatzkräfte das Wasser aus dem Keller abpumpen. (apa/red)
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