Freitag, 26. Jänner 2007

Freundin getötet und zerstückelt: Wiener Fleischer zu lebenslanger Haft verurteilt!

  • Mann lebte zwei Monate mit Leiche im Kühlschrank
  • Schockaussage: "Das ist ja nichts als ein totes Tier"

Wegen Mordes an seiner 32-jährigen Lebensgefährtin ist ein Fleischer vor dem Wiener Straflandesgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Rainer N. - ausgebildeter Kampfsportler - wurde für schuldig befunden, Ulrike H. in der Nacht zum 15. Oktober 2005 erwürgt und anschließend zerstückelt zu haben. Die Höchststrafe ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann hatte das spätere Opfer im Sommer 2005 am Karlsplatz kennen gelernt. Die Frau war schwer drogenabhängig, hatte allerdings eine Wohnung. Da er zum damaligen Zeitpunkt ohne Unterstand war, zog er zu ihr. Doch Ulrike H. sei "sehr oft im Drogenrausch" heimgekommen, ihr Freund habe mit Äußerungen wie "Wenn du dein Leben nicht in den Griff bekommst, können wir es ja beenden!" deutlich gemacht, was er davon hielt.

Wie er vor dem Gericht behauptete, soll Ulrike H. nachts mit einem Messer neben seinem Bett erschienen sein. Da habe er "leider falsch gehandelt". Er habe im "Affekt" einen Würgegriff angewandt, um ihr das Messer zu entwenden. Als sie sich nicht mehr rührte, habe er sich "eine angeraucht" und überlegt, wie er weiter vorgehen wolle.

Er schleifte die Leiche ins Badezimmer, zersägte die Frau, verpackte die Teile in Alufolie und Pakete und verstaute diese im Kühlschrank. Fast zwei Monate lebte Rainer N. neben den Leichenteilen, stellte den Eisschrank dann auf Grund des immer stärker werdenden Verwesungsgeruches im Innenhof des Hauses ab, der gleichzeitig als Mistplatz diente. Erst im Sommer 2006 wurden die Pakete bei Entrümpelungsarbeiten aufgefunden.

Für ihn sei das Töten grundsätzlich "etwas Alltägliches, man verliert das Gespür für den Tod", stellte der 31-Jährige fest. Auf die Frage, wieso er die Frau zerstückelt habe, antwortete Rainer N.: "Das ist ja nichts als ein totes Tier".(apa)

26.1.2007 08:04