Natascha Kampusch holt die Schule nach:
Ausbildung hat derzeit die höchste Priorität
- Seit Jänner lernt 18-Jährige für Hauptschulabschluss
- Möchte auf jeden Fall Studienberechtigung erlangen
Das Nachholen der verlorenen Schuljahre hat für Natascha Kampusch derzeit oberste Priorität. Seit Anfang Jänner widmet sich die 18-Jährige vor allem ihrer Ausbildung, für die sie individuelle Unterrichtsstunden bei bis zu vier verschiedenen Lehrern in Anspruch nimmt, sagte ihr Medienberater Stefan Bachleitner. Nachdem ihr der Volksschulabschluss nach ihrer Entführung in der vierten Schulstufe nachträglich anerkannt wurde, ist das Nachholen der Mittelstufe und die Hauptschulreife dabei ihr erstes Ziel.
Wie lange es dauern wird bis Natascha Kampusch den gesamten Stoff der fünften bis achten Schulstufe nachgeholt hat, ist noch ungewiss. Zuerst müsse sie sich dabei in den Lernprozess einfinden, sagte Stefan Bachleitner, Medienberater der 18-Jährigen, zur APA. "Eine Fremdsprache lernt man nicht von heute auf morgen."
Abwarten
Mit dem systematisches Erfassen von Wissen habe sie zuletzt in der Volksschule zu tun gehabt, erklärte Bachleitner. Bei aller Sprachkompetenz, die ihr auch von Lehrern bescheinigt wurde, müsse man nun abwarten, wie schwer oder leicht ihr das Lernen in Fächer wie Mathematik oder Biologie falle. Durch das Nachholen der Schulausbildung werde sie außerdem automatisch mit der Tatsache konfrontiert, dass sie viele Dinge verpasst habe.
Möchte studieren
"Sie möchte es jedoch nicht beim Hauptschulabschluss belassen", erklärte Bachleitner. "Aus heutiger Sicht möchte sie auf jeden Fall die Studienberechtigung und die Möglichkeit zu studieren." Bildung und Schulabschlüsse seien Natascha Kampusch absolut wichtig.
(apa/red)
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