"Kyrill" sorgt für Chaos im Luftverkehr: Zahlreiche Flüge gestrichen - Verspätungen!
- "Situation dürfte sich am Nachmittag verschärfen"
Die Deutsche Flugsicherung hat wegen des Orkantiefs "Kyrill" am größten deutschen Flughafen in Frankfurt die Zahl der Flüge halbiert. "Die Warteschleifen sind voll. Es kommt zu massiven Verspätungen", sagte eine Sprecherin der Flugsicherung. Auch die Flughäfen in Wien und Linz rechnen mit Absagen und Verspätungen.
Auch an vielen anderen Flughäfen in Deutschland gebe es inzwischen Verspätungen. Nach Angaben der Deutschen Lufthansa ist der gesamte europäische Luftverkehr stark beeinträchtigt. "Die Situation dürfte sich am Nachmittag noch verschärfen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Zahl der gestrichenen Flüge habe sich inzwischen auf 13 Hin- und Rückflüge verdoppelt, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittag.
Die Deutsche Lufthansa rechnet infolge des Orkantiefs "Kyrill" mit zahlreichen Verspätungen und Flugausfällen. Betroffen seien mehr oder weniger alle Flughäfen in Europa. Die genaue Entwicklung sei noch nicht abschätzbar. Die Passagiere seien aufgefordert, sich aktuell über ihre gebuchten Flüge zu erkundigen.
Wegen des starken Windes werde von der Flugsicherung der zeitliche Abstand bei Starts und Landeanflügen vergrößert, erläuterte der Sprecher. Dies bringe im Laufe des Tages die Flugpläne erheblich in Verzug, so dass Verbindungen gestrichen werden müssten.
AUA musste in London ersten Flug streichen
Auch die AUA musste schon den ersten Flug streichen - zumindest in London. Passagiere des Vormittagsfluges nach Wien wurden auf die Mittagsmaschine umgebucht. In Österreich erwartet die AUA Probleme im Flugverkehr in der Nacht auf Freitag ab etwa 3.00 Uhr, sagte Sprecher Johann Jurceka.
Am Linzer blue danube airport wurden alle Maschinen, die nicht im Einsatz waren, in den Hangar verfrachtet. Ob ein Flugzeug bei starkem Wind tatsächlich starte, sei die alleinige Entscheidung des Piloten, erklärte Flughafen-Sprecher Ingo Hagedorn im Gespräch mit der APA. "Wir hoffen natürlich, dass der Sturm erst in der Nacht kommt, denn zwischen 23.00 Uhr und 5.30 ist ohnehin Pause." Scharen sitzen gebliebener Passagiere erwartet Hagedorn nicht, da Linz ohnehin ein eher kleiner Flughafen sei. (apa/red)

