Lucas: Endlich Friede bei den Fendrichs

Nach mehr als eineinhalb Jahren Stille hat er sich mit Vater Rainhard versöhnt und nimmt beherzt die Musikerkarriere in Angriff.
Gewiss, zuletzt gab es Leute, die den Kontakt mit Rainhard Fendrich aus Gründen des Selbstschutzes besser nicht pflegen wollten. Aber der eigene Sohn? Mehr als eineinhalb Jahre hatte Lucas Fendrich den Vater weder gesehen noch gehört. Man rief einander nicht einmal zu Weihnachten an, gratulierte einander auch nicht zum Geburtstag. Zuvor hingegen hatte man heftig kommuniziert. Kurz nach seiner Scheidung im Jänner 2004 übermittelte der Vater dem Sohn über Ö3 die folgende Nachricht: Ich kann doch nicht zulassen, dass er bis Mittag schläft, dann auf den Golfplatz geht und danach ein bisschen komponiert. Ich bin sicher nicht der, der auf gut Wienerisch gesagt seinen Kindern den Zucker in den Arsch bläst. Ich muss verhindern, dass meine Kinder zu Snobs erzogen werden. Unverständnis auf beiden Seiten: hier über die harten Worte des Vaters, dort über die Lebensführung des Sohnes, der sich damals noch in der Orientierungsphase befand und sein Leben irgendwie einzurichten suchte. Der Kontakt erlag vollends, als Lucas, selbst Musiker aus Leidenschaft, ein Angebot des Vaters ausschlug, ihm bei der Realisierung der Karriere hilfreich zu sein. Vater Fendrich zog sich gekränkt zurück, der Filius suchte eigene Wege, und beide hatten einander offenbar nichts mehr mitzuteilen.
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