Klima-Gau bringt verheerende Folgen und tödliche Fieberkurve: Was Europa jetzt droht
- EU-Studie: Folgen einer Erwärmung von über 3 Grad
- NEWS: Ab 2070 könnten jährlich 90.000 sterben

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Jahresdurchschnitts -
temparatur 1901-2000
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EU-Report: Ab 2071 viele Tote durch Dürre und Flut
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Gefährdung hängt mit Klimawande zusammenl
Eine EU-Studie skizziert die Folgen einer Erwärmung von über drei Grad: Ab 2070 könnten jährlich 90.000 sterben. Nur zehn Jahre bleiben, um dieses Desaster zu verhindern.
"Ich glaube, der Winter ist abgesagt", meint die Russin Tanja Simjinowa mit einem Schulterzucken. Mit ihrem kleinen Sohn streift sie durch Moskau: Wo um diese Jahreszeit normalerweise arktische Temperaturen den Atem gefrieren lassen, werden plus fünf Grad gemessen. Beim Kreml sprießt grünes Gras. Dasselbe Bild in Kiew, in Polen und auch am Mittelmeer: Überall fallen die Wärme-Temperaturrekorde, in Nizza und Sizilien wird gebadet. In anderen Teilen Europas sorgte das Sturmtief "Franz" für tödliche Orkane mit Sturmspitzen von über 160 km/h: Drei Menschen starben in Südschweden, ein Mann in Großbritannien, acht irische Fischer werden vermisst, die Innenstadt Hamburgs wurde überschwemmt.
Gleichzeitig meldet Australien die ärgste Dürre seit tausend Jahren, am Himalaja schmelzen die Gletscher im Rekordtempo, während in Nordindien, Bangladesch und Pakistan bereits 300 Menschen erfroren sind. Auch in den USA beherrschen Wetterkapriolen den Jänner: Laue Frühlingstemperaturen von 22 Grad ließen in New York die Kirschblüten austreiben, während Schnee-und Eisstürme im Zentrum des Landes mindestens 25 Tote forderten. Minusrekorde beherrschen auch Kalifornien, wo die Orangen Eiszapfen tragen. Verzweifelte Bauern versuchen mit Heizstrahlern auf den Feldern ihre Ernte zu retten.
Letzte Warnung der Klimaforscher
Ist der lange erwartete Klima-GAU Realität geworden? Der britische Wetterdienst befürchtet, dass 2007 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wird. Eines steht aber bereits jetzt fest: Es ist ein Jahr der Extreme. Und genau dies prognostizieren Klimaforscher als Folge der globalen Erwärmung schon lange: nicht einfach einen stetigen Anstieg der Temperatur, sondern wilde Kapriolen. "Schwankungen wie der milde Winter sind an sich noch kein wissenschaftlicher Beleg für eine Klimaveränderung", betont die renommierte Meteorologin Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur in Wien.
"Faktum ist aber, dass sich mit dem zunehmenden Anstieg der Temperaturen die außergewöhnlichen Wetterereignisse mehren. In Wahrheit hat also der Klimawandel längst begonnen." Auch Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer betont, dass Einzelereignisse keine Aussage über langfristige Veränderungen bieten. "Allerdings passt der heurige Winter genauso wie der schneereiche des Vorjahres ins Bild der Prognosen zu den Folgen des Treibhauseffektes", so Mayer. "Demnach nimmt die Intensität und die Dauerhaftigkeit von Großwetterlagen zu: Das Hin und Her des Wetters ist seltener, Tief-oder Hochdruckgebiete halten sich viel länger."
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