Donnerstag, 18. Jänner 2007

GÖD-Zahlungen ausgesetzt? Beamten sollen Geldfluss an ÖGB gestoppt haben

  • GÖD fordert Neuordnung der ÖGB-Finanzen

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst hat ihre Drohung offenbar wahr gemacht und die Überweisungen an die ÖGB-Zentrale - mit Ausnahme der Zahlungen für das Personal - gestoppt. Das sagt GÖD- Chef Neugebauer im Interview mit "Österreich". Er begründet dies damit, dass ÖGB-Finanzchef Schneider das bisherige Budget habe fortschreiben wollen - und pocht auf eine Neuordnung der ÖGB-Finanzen bis Ostern.

Neugebauer fordert, dass alle anderen Teilgewerkschaften ihre Finanzen intern offen legen müssen. Und er verlangt mehr Eigenständigkeit der Teilgewerkschaften. "Bei einigen im ÖGB hat sich die Erkenntnis noch nicht durchgesetzt, dass der ÖGB nach dem Bawag- Verkauf nur noch auf Beiträge angewiesen ist. Manche halten das immer noch für einen Betriebsunfall, nach dem es so weitergeht wie bisher", so Neugebauer.

Beim Gewerkschaftskongress nächste Woche will er Rudolf Hundstorfer in der Wahl zum Präsidenten trotzdem unterstützen: "Er hat den ÖGB in einer Situation übernommen, in der nicht klar war, wie das ausgeht."

Eine ÖGB-Sprecherin dementierte am Abend den Bericht der Zeitung. "Das muss ein Irrtum sein. Die Zahlungen laufen", erklärte sie gegenüber der APA. Offensichtlich sei da etwas falsch verstanden worden. Neugebauer selbst war am Abend in einer Sitzung und nicht erreichbar. (APA)

18.1.2007 19:57