Mega-Prozess um Swissair-Pleite: Beide Angeklagte schweigen am ersten Tag!
- Fischer und Hentsch bekennen sich nicht schuldig

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Im Prozess um die bisher größte Wirtschaftspleite in der Schweizer Unternehmensgeschichte muss sich die gesamte ehemalige Führungsriege der Fluggesellschaft Swissair verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den 19 Angeklagten Konkursverschleppung vor. Am ersten Verhandlungstag schwiegen beide Angeklagte.
Der frühere Swissair-Verwaltungsrat Gerhard Fischer verweigerte vor dem Bezirksgericht Bülach die Aussage und bekannte sich in allen Anklagepunkten nicht schuldig. Auch der ehemalige SAirGroup-Verwaltungsrat Benedict Hentsch verweigerte die Aussage. Er sei "nicht schuldig", sagte Hentsch.
In dem Verfahren geht es um den Vorwurf, trotz tiefroter Zahlen die Swissair zu lange am Leben gehalten und mit dieser verschleppten Pleite die Gläubiger um einen Teil ihres Gelds gebracht zu haben. Nach dem Bankrott stand die ehemalige Renommierlinie mit 17 Milliarden Franken (11,5 Mrd. Euro) in der Kreide. Fischer, der auch langjähriger Chef des Logistikkonzerns Panalpina war, verlas anstelle einer Aussage eine zweiminutige Erklärung.
"Ich bin nicht in der Lage, spontan mündlich auf Fragen zu diesem komplexen Prozess zu antworten", sagte Fischer. Er sei ab April 2000 lediglich für ein Jahr im Verwaltungsrat der SAirGroup, der Swissair-Holding, gewesen, da sie mit zehn Prozent bei seinem Unternehmen Panalpina eingestiegen sei. "Dabei wurde ich mit der unerwarteten Verschlechterung der finanziellen Lage konfrontiert", sagte er mit Bezug auf die Swissair. Die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, in denen ihm Gläubigerschädigung und Untreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen wird, wies Fischer von sich. (apa)
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