Propaganda-Maschine für EM 2008 beginnt zu laufen: ÖFB sucht jetzt den "Superklub"
- Hauptpreis ist Spiel gegen die Nationalmannschaft
- Unabhängige Anti-Doping-Kommission beschlossen
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2008 in Österreich
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Im Vorfeld der EURO 2008 animiert der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) seine Klubs zu mehr Präsenz. Zu Weihnachten startete die Aktion "Superklub", mit der jeder der 2.370 Vereine "mit dem EURO-Fieber infiziert" und Stimmung für das in gut 500 Tagen beginnende Turnier gemacht werden soll. Der Hauptpreis ist verlockend: Ein Spiel gegen die ÖFB-Nationalmannschaft mit garantierten Einnahmen von 10.000 Euro.
Die Vereine erhalten für diverse Aktivitäten wie Aushängen von EURO-Postern, Foto-Wettbewerb oder Organisation eines eigenen EURO-Events Punkte. Eingeleitet wurde das Projekt mit einem EM-Startpaket, das Ende des vergangenen Jahres ausgeliefert worden ist. Neben dem Hauptpreis gibt es etwa noch Klub-Training mit Teamchef Josef Hickersberger und Andreas Herzog oder 100 Einladungen zu einem Länderspiel zu gewinnen.
Mit der Plakatierung an öffentlichen Plätzen, Flughäfen oder Bahnhöfen, mit der am Mittwoch begonnen wird, wird die EURO damit weiter ins Blickfeld gerückt. "Jetzt geht's richtig los", freut sich ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig, der auch eine Charity-Aktion ankündigte, um sozialbedürftigen Menschen den Besuch von EM-Spielen zu ermöglichen. Erhofft wird, 150.000 Euro aufzutreiben, 20.000 Euro sind bereits im Topf.
Wegen der zusätzlichen Aufgaben durch die EURO geht der ÖFB auch mit einer neuen Struktur und neuen Mitarbeitern ins Jahr 2007. Neben Generalsekretär Ludwig und dem Technischen Direktor Willi Ruttensteiner wurde bereits im Herbst der ehemalige Bundesliga-Vorstand Reinhard Nachbagauer als stellvertretender Generalsekretär mit dem Aufgabengebiet EURO 2008 betraut. Die Leitung der Kommunikation rund um die EURO übernahm mit Jahresbeginn Stefan Illek.
Neu ist auch eine unabhängige Anti-Doping-Kommission, die am 12. Jänner vom ÖFB-Präsidium beschlossen worden ist. Damit ist nicht mehr der Senat I der Bundesliga bei Doping-Vergehen zuständig, sondern das neue Gremium unter Vorsitz von Josef Geisler. Weiter Mitglieder sind Manfred Luczensky, Franz Marhold, Christof Pabinger und Johann Tesar.
(apa)










