Peterhansel gewinnt die 29. Rallye Dakar: Franzosen feiert seinen neunten Gesamtsieg
- Hauchdünner Vorsprung vor Ex-Abfahrer Alphand
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der 29. Rallye-Dakar
Endstand nach ingesamt 15 Wüsten-Prüfungen
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Der Franzose Stephane Peterhansel hat mit seinem Gesamtsieg bei der 29. Dakar-Rallye seinen Rekord ausgebaut. Der Mitsubishi-Pilot entschied die Wüstenrallye bereits zum neunten Mal für sich. Zwischen 1991 und 1998 hatte der 41-Jährige sechs Erfolge auf dem Motorrad gefeiert, bevor er 2004, 2005 und in diesem Jahr auch auf vier Rädern triumphierte. Bei den Motorrädern sicherte sich mit Cyril Despres ebenfalls ein Franzose den Gesamtsieg, der 32-jährige KTM-Pilot gewann nach 2005 zum zweiten Mal.
Für den Tiroler Martin Freinademetz auf KTM endete die Dakar bei seinem Debüt mit 26:47:27 Stunden Rückstand auf Despres auf dem 90. Gesamtrang. 132 von insgesamt 264 genannten Motorrad-Piloten erreichten letztendlich das Ziel im Senegal, auch der Steirer Klaus Pelzmann scheiterte auf der 8. Etappe. In der Auto-Wertung hatte Österreichs dritter Dakar-Beitrag, der Oberösterreicher Raphael Sperrer, mit einem Defekt bereits auf der 3. Etappe aufgeben müssen.
Der neue Rekordsieger Peterhansel distanzierte nach 15 Etappen und 7.915 km seinen Landsmann und Titelverteidiger Luc Alphand um 7:26 Minuten. Hinter dem ehemaligen Ski-Star erreichte der Monegasse Jean-Louis Schlesser mit bereits 1:33:57 Stunden Rückstand den dritten Rang. Den Sieg auf der 15. und damit letzten Etappe holte sich der Südafrikaner Giniel de Villiers.
Bei den Motorrädern profitierte Despres vor allem vom Sturz des bis dahin voran liegenden Vorjahressiegers Marc Coma (ESP) auf der 13. Etappe. Der 32-jährige Franzose führte in Dakar einen Vierfacherfolg von KTM an, für den österreichischen Hersteller war es bereits der siebente Erfolg in Serie. Zweiter wurde mit 34:19 Minuten Rückstand in David Casteu ein weiterer Franzose, der US-Amerikaner Chris Blais fuhr mit 52:06 Min. Verspätung noch auf das Podest.
Überschattet wurde die 29. Ausgabe der Rallye erneut von schweren Unfällen und tragischen Todesfällen. Auf der vorletzten Etappe erlag der französische Motorrad-Fahrer Eric Aubijoux einem Herzinfarkt, auf dem vierten Teilstück war der Südafrikaner Elmer Symons ebenfalls mit dem Motorrad tödlich verunglückt.
"15 Stunden auf dem Bock können eine Ewigkeit sein"
Nach dem 16 Kilometer langen "Schaulauf" am Schlusstag meinte der Tiroler: "Das Rennen war schnell vorbei, hat kaum mehr als zehn Minuten gedauert. Mit der rot-weiß-roten Flagge in den Händen über die Rampe zu fahren war ein saugutes Gefühl."
14 Tage auf einer KTM können ganz schön lang sein, das weiß nun auch der 37-Jährige: "Speziell an langen Tagen gab es Momente in denen es in meinem Kopf hämmerte: Ich mag nimmer, ich kann nimmer. Es gab viele Leute, die aus diesem Grund aufgegeben haben. Jetzt hab' ich es geschafft, hab' durchgehalten und mich jeden Tag wieder motiviert. 15 Stunden auf dem Bock können eine Ewigkeit sein und eine Qual obendrein."
(apa/red)
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