Donnerstag, 18. Jänner 2007

Paszek bei Australian Open ausgeschieden: 16-Jährige scheitert in der zweiten Runde

  • Glatte Zwei-Satz-Pleite gegen Russin Zwonarewa
  • Alle österreichischen Starter damit schon draußen

Österreichs Tennis ist in den Einzelbewerben bei den Australian Open in Melbourne nicht mehr vertreten: Für die erst 16-jährige Grand-Slam-Debütantin Tamira Paszek kam in der zweiten Runde das Aus. Die Vorarlbergerin musste sich der als Nummer 22 gesetzten Russin Vera Zwonarewa nach nur 61 Minuten mit 1:6,3:6 geschlagen geben. Paszek bleibt allerdings in Melbourne und spielt gleich im Juniorinnenbewerb weiter.

"Sie hat einen unglaublichen ersten Satz gespielt. Ich konnte zu Beginn machen, was ich wollte, sie hatte immer die bessere Antwort. Im zweiten Satz habe ich über den Kampf ein wenig besser ins Spiel gefunden, aber sie hat das gesamte Match auf einem sehr hohen Niveau gespielt", stellte Paszek fest. Die Statistik unterstrich den Eindruck des Passos-Schützlings: Zwonarewa "feuerte" nicht weniger als 26 Winner ab und verbuchte damit fast die Hälfte ihrer insgesamt 62 Punkte!

Satz 1 war nach nur 21 Minuten an Zwonarewa gegangen. Den zweiten hielt Paszek bis ins siebente Game offen. Die Dornbirnerin ließ aber bei 3:2 und Aufschlag Zwonarewa ein 0:30 ebenso ungenützt wie beim Stand von 3:3 eine 40:0-Führung bei eigenem Aufschlag. "Ich hab es in den entscheidenden Momenten nicht fertig machen können."

Es gab aber freilich keinen Grund zum Jammern für Paszek: "Ich habe bei meinem ersten Grand-Slam-Turnier die Qualifikation geschafft und fünf Matches absolviert. Das war eine super Woche für mich, in der ich viel Selbstvertrauen und Erfahrung gesammelt habe. Das Spiel gegen Zwonarewa hat mir aber auch gezeigt, woran ich in Zukunft noch arbeiten muss. Speziell in Sachen Fitness ist noch einiges zu tun", befand Österreichs große Tennis-Hoffnung.

Die Leistung wird sich auch im Ranking auswirken. Mit den insgesamt 91 gesammelten Punkten wird sie sich von Platz 187 in die Top 130 schieben und ähnlich wie ihre Vorarlberger Landsfrau Yvonne Meusburger (129.) platziert sein. Für den Einzug in Runde 2 gab es 18.140 Euro, also mehr Geld als für ihren Turniersieg in Portoroz.

Die "Mission" von Tamira Paszek in Melbourne ist aber noch nicht erfüllt. Gemeinsam mit Coach Larri Passos und Vater Ariff Mohamed hat die Vorarlbergerin beschlossen, an dem Juniorinnenbewerb teilzunehmen. "Es ist für mich kein großer Unterschied, ob ich bei den Damen oder den Juniorinnen ein Match bestreite. Wenn ich auf dem Platz stehe, bin ich immer voll konzentriert", so Paszek, die im Vorjahr im Nachwuchsbewerb der Australian Open das Viertelfinale erreicht hatte.

(apa/red)

18.1.2007 12:53