Neuschnee in Kitzbühel kam zu spät: Speed-
Bewerbe waren einfach nicht mehr zu retten
- Acht Zentimeter Zuwachs in der Nacht auf Mittwoch
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Mehr fürs Auge als für die Pisten hat es in der Nacht auf Mittwoch in Kitzbühel geschneit. Die acht Zentimeter Zuwachs hätten die abgesagten Speed-Bewerbe des Hahnenkamm-Rennens nicht retten können, sagte Rennleiter Peter Obernauer. "Erstens kommt der Schnee viel zu spät und zweitens ist es viel zu wenig." Am Mittwoch hätte ja eigentlich bereits das erste Training für die Hahnenkamm-Abfahrt stattfinden sollen.
Für den planmäßigen Start von Abfahrt und Super G hätte es am vergangenen Wochenende mindestens einen halben Meter schneien müssen, meinte Obernauer. Dennoch freuen sich die Organisatoren über die angezuckerte Landschaft. Der Neuschnee nütze aber vor allem optisch, meinte der Rennleiter: "Wenn alles weiß ist, gibt's auch eine bessere Stimmung."
Der Transport der weißen Pracht von der Großglockner Hochalpenstraße sei trotz des Neuschnees notwendig gewesen. Damit sei unter anderem der untere Teil des Slalomhanges aufgefüllt worden, erklärte Obernauer. Für die beiden Bewerbe am Samstag und Sonntag verspricht der Rennleiter eine "perfekte Piste". Laut Wetter-Prognosen sinken die Temperaturen nämlich weit in den Minusbereich. "Wir konnten in der Nacht mit acht Kanonen dazuschneien", berichtete er.
Bis Sonntag soll in der Gamsstadt noch einmal eine bis zu 15 Zentimeter dicke weiße Schicht dazukommen, sagte Thomas Krennert von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. Auch das Renn-Wochenende präsentiert sich winterlich: Immer wieder werde es an der Alpennordseite leicht schneien, am Samstag auch stärker. Die Schneeflocken könnten den Slalomläufern allerdings die Sicht trüben, meinte der Wetter-Experte.
Der Großteil der Österreicher bereitet sich auf der Reiteralm vor, Benjamin Raich und Mario Matt trainierten hingegen in ihrer Tiroler Heimat in Jerzens. Reinfried Herbst, der in Kitz sein Comeback geben wird, macht am Mittwoch und Donnerstag Trainingspause, um das lädiert gewesen Knie nicht zu überlasten. "Wir wollen es nicht übertreiben", meinte ÖSV-Slalomcoach Gert Ehn vor der Sensationsrückkehr des Salzburgers.
Am Freitag ist in Kitzbühel die Hangbefahrung geplant, am Samstag und Sonntag steht dann der Slalom-Doppelpack auf dem Programm.
(apa/red)
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