Sonntag, 21. Jänner 2007

Weltmeister Loeb bleibt das Maß der Dinge: Franzose gwinnt WM-Auftakt in Monte Carlo

  • Stohl beendet Rallye-Klassiker auf dem zehnten Rang
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Der Franzose Sebastien Loeb hat im Citroen C4 die Rallye Monte Carlo gewonnen und damit gleich zum Saisonauftakt untermauert, dass er auf den vierten WM-Titel en suite losgeht. Für Citroen gab es beim Comeback als Werksteam einen Doppelerfolg, der Spanier Daniel Sordo hatte nach 15 Sonderprüfungen 38,2 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. Dritter wurde der finnische Vizeweltmeister Marcus Grönholm im Ford Focus. Das OMV-Duo Manfred Stohl/Ilka Minor landete im Citroen Xsara an zehnter Stelle (6:37,3).

Loeb hatte vergangenes Jahr das Saisonfinish wegen eines im September beim Radfahren erlittenen Armbruches nur als Zuschauer mitverfolgt. Besser hätte das Comeback also nicht verlaufen können, es war sein vierter Sieg in Monte Carlo und sein insgesamt 29. WM-Erfolg.

"Das war ein perfekter Start für mich und das Team - erster Einsatz, erster Sieg. Dieser Auftakt ist für uns eine sehr gute Motivation für die neue Saison", sagte der 32-Jährige am Sonntag nach der nur 2,8 Kilometer langen Finalprüfung auf dem Formel-1-Rundkurs in Monte Carlo. Die Rallye selbst war über 350 Kilometer entfernt bei Valence in Szene gegangen, die Boliden wurden erst am Samstagabend ins Fürstentum überstellt.

Der 34-jährige Stohl, der Gesamtvierte des Vorjahres, blieb ohne WM-Punkt. Das Kronos-Team bekam die Probleme mit den Bremsen am Vorjahresboliden von Loeb nicht in den Griff. Der steirische Red-Bull-Pilot Andreas Aigner war am Start der 9. Sonderprüfung mit einem technischem Defekt am Antriebstrang des Mitsubishi EVO IX ausgeschieden.

Der zehnte Platz von Stohl war alles andere als ein Wunschergebnis, schuld waren die Probleme mit den Bremsen: "Es war die ganze Rallye über ein Warten, dass die Bremse versagt. So kannst du nicht schnell fahren. Dennoch konnten wir ein Gefühl für das Auto aufbauen. Jetzt gilt es, den Fehler zu finden und für den nächsten Lauf in Schweden zu beheben", erklärte Stohl. Im Detail ging es um die vorderen Bremssättel, die immer wieder aussetzten.

Dennoch ging man nicht leer aus, für die Herstellerwertung der FIA World Rally Championship gab es zwei Punkte. "Natürlich haben wir uns den Auftakt anders vorgestellt. Aber ich bin überzeugt, dass wir dieses Problem sehr schnell in den Griff bekommen. Nur ist eben bei einer Rallye zu wenig Zeit, um vor Ort eine Lösung herbeizuführen. Manfred hat das Beste aus der Situation gemacht. In Schweden sieht die Welt wieder ganz anders aus", erklärt Kronos-Teamchef Marc van Dalen.

Endstand nach 15 Sonderprüfungen:
1. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen 3:10:27,4
2. Daniel Sordo/Marc Marti (ESP) Citroen 38,2 Sekunden
3. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Ford 1:22,8
4. Chris Atkinson/Glenn MacNeall (AUS) Subaru 2:28,1
5. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Ford RS 2:28,3
6. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru 3:12,0
7. Toni Gardemeister/Jakke Honkanen (FIN) Mitsubishi 3:38,1
8. Jan Kopecky/Filip Schovanek (CZE) Skoda 4:39,4
9. Jean-Marie Cuoq/David Marty (FRA) Peugeot 5:59,7
10. Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT) Citroen 6:37,3

(apa/red)

21.1.2007 12:46