Mittwoch, 17. Jänner 2007

Rallye-Auftakt in Monte Carlo: Manfred Stohl will 2007 in WM ganz vorne mitmischen

  • Will im Citroen Xsara um einen Podestplatz mitfahren
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Zum zweiten Mal in Folge wird Manfred Stohl die komplette Rallye-WM bestreiten und nach dem hervorragenden vierten Platz in der Fahrerwertung 2006 hält der Wiener heuer auf das Podest zu. Als Anwärter auf die Krone gelten der dreifache Weltmeister und Titelverteidiger Sebastien Loeb (FRA) im Citroen C4 und sein Vize Marcus Grönholm (FIN) im Ford Focus RS 06 des Konstrukteurs-Weltmeisters. Stohl wechselte vom Peugeot 307 ins aktuelle Weltmeisterauto, den Citroen Xsara, und will schon beim Saisonauftakt in Frankreich/Monaco vorne mitmischen.

Mit der Rückkehr von Citroen als Werksteam und dem lange festgestanden Engagement von Loeb war bei Privatier Kronos Racing wieder der beste Platz frei, und Stohl kehrte zu jenem Team zurück, für das er 2005 seine ersten WRC-Podiumsplätze errungen hatte. Mit Citroen, Ford und Subaru gibt es wieder drei hundertprozentige Werksteams in der WM, die unter dem Namen "Manufacturer" eingetragen sind. Das OMV Kronos Citroen World Rally Team ist ein "Manufacturer Team".

Wie gewohnt beginnt die WM in Monte Carlo, mit der traditionellen Rallye im Fürstentum hat die 75. Auflage aber nicht viel zu tun. Nach den Verkehrsbehinderungen und Annullierungen von zwei Prüfungen im Vorjahr wurde die Basis rund 390 Kilometer nordwestlich nach Valence ins Rhonetal verlegt, wo 1997 zum bisher letzten Mal gefahren wurde. Erst am Samstagabend wird der Tross nach Monte Carlo überstellt, wo am Sonntag nur noch eine Sonderprüfung auf Teilen des Formel-1-Kurses stattfindet. Die ersten beiden SP finden bereits am Donnerstagabend in Dunkelheit statt.

"Mir liegen Nachtprüfungen, ich kann jederzeit 98 Prozent meines Speeds abrufen", sagte Stohl, der angab, in Frankreich/Monaco unter die Top 3 zu wollen. Allerdings ist ihm der Bolide noch ein wenig fremd: "Man kann das Auto von 2005 nicht mit jenem von diesem Jahr vergleichen. Da wurde enorm viel weiterentwickelt. Wir werden mit den Grundeinstellungen von Loeb aus dem Vorjahr beginnen und hoffen, dass wir uns an unser Optimal-Setup annähern können."

100 Testkilometer am vergangenen Sonntag brachten folgende Aufschlüsse: "Das WRC ist extrem hart und reagiert auf jede nur so kleine Bewegung. Ich denke, dass ich rund 1.000 Kilometer brauche, damit wir wissen, wo die Grenzen sind. Das heißt, dass wir drei WM-Rallyes benötigen werden, damit wir annähernd unser Potenzial ausschöpfen können", weiß Stohl, der in der WM wieder auf Copilotin llka Minor setzt.

Ebenfalls beim WM-Auftakt am Start ist Andreas Aigner, der 2007 in einem Mitsubishi Lancer EVO IX von BRR an den Start gehen wird und in der Production WRC (Gruppe N) um den Titel fahren will. Der Red-Bull-Pilot, der im vergangenen Jahr im WRC für Skoda um Punkte fuhr, sieht darin keinen Rückschritt, sondern die Chance auf Weiterentwicklung: "Das ist der nächste Schritt. Ich will für mich und das Team den Titel holen. Ich kann die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr sicher positiv umsetzen."

Monte Carlo zählt nicht zur P-WRC, Aigner und Copilot Klaus Wicha wollen sich aber für Schweden, wo dann die Gruppe-N-Titeljagd beginnt, aufwärmen: "Die Strecken sind hier maximal feucht, nur ganz oben gibt es einige glatte Schnee- und Eis-Passagen. Ich bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit habe, mich hier an mein neues Arbeitsgerät zu gewöhnen - als Generalprobe für Schweden." Die Rallye führt über insgesamt 15 Prüfungen und 332,06 SP-Kilometer.
(APA/red)

17.1.2007 12:36