"Resolution war eine Totgeburt": Irans Präsident Ahmadinejad verspottet die UNO
- Sieht Wirtschaft und Politik nicht beeinträchtigt
- Iran beschließt 3-tägiges Manöver mit Raketentests
·'Atomkriegsuhr' jetzt fünf Minuten vor zwölf
'Doomsday Clock' um zwei Minuten vorgestellt
·Iran lädt zur Atom-
Besichtigungs-Tour
Einige Vertreter der IAEO dürfen Anlagen einsehen
·UNO: Die wichtigsten Punkte der Resolution
Iran soll jegliche Uran- Anreicherung einstellen
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat die UNO mit einer Spottrede über die Wirkungslosigkeit der Sanktionen gegen sein Land herausgefordert. Die Beschlüsse der UNO seien "Totgeburten", sagte er vor dem Parlament, wie die Nachrichtenagentur AP und die amtliche iranische Agentur IRNA berichteten. Teheran beschloss indes ein dreitägiges Manöver mit neuen Raketentests.
In seiner Rede sagte Ahmadinejad, die Sanktionen hätten keinerlei Auswirkungen auf das iranische Nuklearprogramm. "Die Resolution war eine Totgeburt, und selbst wenn sie noch zehn solcher Resolutionen verabschieden, wird das Irans Wirtschaft und Politik nicht beeinträchtigen", sagte der Präsident vor Parlamentariern in der Hauptstadt Teheran.
Der UNO-Sicherheitsrat hatte am 23. Dezember Sanktionen gegen den Iran verhängt, um das Land zum Stopp seines Atomprogramms zu zwingen. Ahmadinejad sieht sich seither wachsender Kritik in seinem Land ausgesetzt. Seine Gegner betonen, Ahmadinejads Reden hätten die Konfrontation mit dem Westen verschärft. Zudem hatten die Anhänger des Präsidenten bei kommunalen Wahlen im Dezember eine Niederlage einstecken müssen. Bisher hat dieser seine Rhetorik aber nicht abgemildert.
Der Iran hat unterdessen ein dreitägiges Manöver mit neuen Raketentests angekündigt. Die Militärübung von Einheiten der Revolutionsgarde beginne heute in der Nähe der Stadt Garmsar, berichtete das staatliche Fernsehen. Garmsar liegt 100 Kilometer südöstlich von Teheran am Rand der Kavir-Wüste. In dem Manöver sollen den Angaben zufolge auch Kurzstreckenraketen der Baureihen Salsal und Fajr abgeschossen werden. Zuletzt gab es im November vergangenen Jahres ein großes Manöver der iranischen Streitkräfte.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
