Streit um Zahlungen in harter Währung: UNO will alle Hilfsprogramme überprüfen
- Regime könnten Geld für ihre Zwecke missbrauchen
- Ban fordert Untersuchung aller UN-Fonds weltweit
Nach möglichen Unregelmäßigkeiten beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen für Nordkorea hat UNO-Generalsekretär Ban eine weltweite Überprüfung aller Hilfsaktivitäten angekündigt. Man werde eine umgehende, externe und unabhängige Untersuchung aller Fonds und Programme der UN rund um den Globus einfordern, teilten die Vereinten Nationen in New York mit.
Auslöser waren umstrittene Zahlungen im Rahmen des UNO- Entwicklungsprogramms für Nordkorea, die in harten Währungen wie Dollar oder Euro geleistet wurden und nicht in der Landeswährung. Der für das Programm zuständige Untergeneralsekretär Ad Melkert kündigte an, vom 1. März an alle Zahlungen in harter Währung einzustellen. Interne Prüfer hätten "viele Bedenken" bezüglich des Hilfsprogramms geäußert, sagte er. Bei Zahlungen in harter Währung besteht nach Ansicht von Kritikern die Gefahr, dass nationale Regime das Geld missbrauchen können. (apa)
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