US-Außenminister Robert Gates im Irak: Erläuterung der Irak-Strategie von Bush
- Gesetz zur Begrenzung der US-Truppen eingebracht
- "Schrittweiser Abzug" innerhalb von 2 bis 4 Monaten
Zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt vor einem Monat ist US-Verteidigungsminister Gates in den Irak gereist. Gates wollte in Basra dem scheidenden Kommandanten der Koalitionstruppen im Irak, US-General Casey, sowie dem britischen Kommandanten Shaw die neue Irak-Strategie von US-Präsident Bush erläutern, die eine Truppenaufstockung vorsieht.
In den USA brachte Senator Barack Obama, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewirbt, ein Gesetz zur Begrenzung der US-Truppen im Irak ein. Iraks Präsident Talabani sagte, sein Land wolle nicht das "Schlachtfeld" zwischen dem Iran und USA sein.
Eine Weiterreise von Gates in die rund 550 Kilometer nördlich gelegene Hauptstadt Bagdad, wo derzeit etwa 17.500 US-Soldaten stationiert sind, war nicht vorgesehen. Vor seiner Ankunft in Basra hatte Gates in mehreren Golfstaaten für Bushs neue Irak-Strategie geworben. Der Gesetzentwurf von Obama soll als Obergrenze die 132.000 US-Soldaten festschreiben, die am 10. Jänner im Irak im Einsatz waren.
An diesem Tag hatte Bush seine Strategie vorgestellt, die die Entsendung von zusätzlich 21.500 Soldaten beinhaltet. Obama sagte, seine Vorschläge würden einen schrittweisen Abzug aus der Region "innerhalb von zwei bis vier Monaten" fordern.
Keine Aufstockung könne die politischen Differenzen lösen, die Grund für "den Bürgerkrieg anderer" seien. Obamas Vorstoß folgte vergleichbaren Forderungen, die die demokratischen Senatoren Hillary Clinton und Chris Dodd eingebracht hatten. Beide sind ebenfalls Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur.
(apa/red)
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