Donnerstag, 18. Jänner 2007

Kampf gegen den Klimawandel: EU fordert von China Reduzierung der Treibhausgase

  • Peking starte jede Woche ein neues Kohlekraftwerk

Im Kampf gegen den Klimawandel hat die EU China und andere Entwicklungsländer aufgefordert, den Ausstoß von Treibhausgasen zu bremsen. Ihr starker Zuwachs könne leicht die Bemühungen in Europa zunichte machen, warnte EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner nach Gesprächen in Peking. "Weder Energiesicherheit noch Klimawandel können wirksam angegangen werden, wenn China nicht mitmacht."

Die EU strebe "so schnell wie möglich" einen Rückgang im Wachstum der Treibhausgase der sich entwickelnden Länder an. "Das kann erreicht werden, ohne ihr Wirtschaftswachstum und Verringerung der Armut zu beeinträchtigen." Die Vorteile für China seien eine geringere Abhängigkeit von Ölimporten, eine bessere Luftqualität und weniger negative Auswirkungen durch den Klimawandel. Die EU wolle ihre Kooperation mit China bei der Steigerung der Energieeffizienz, der sauberen Kohleverbrennung oder den Klimageschäften ausbauen.

Globale Erwärmung und Energiesicherheit seien die "wichtigsten Themen", die mit China gemeinsam bewältigt werden müssten, sagte die EU-Außenkommissarin. In China gehe fast jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz.

Bei ihrem Besuch hatte Ferrero-Waldner die Verhandlungen für ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und China aufgenommen. Das politische und wirtschaftliche Rahmenabkommen soll die veraltete Handelsvereinbarung von 1985 ablösen. Während die Außenkommissarin zuvor die mögliche Dauer der Verhandlungen auf zwei Jahre geschätzt hatte, sprach sie nun von "einigen Jahren". "Es wird Zeit brauchen." (apa)

18.1.2007 10:12