Verheerende Gewalt im Irak: 65 Tote bei Bombenanschlägen auf Bagdader Universität
- Autobomben inmitten von Studenten gezündet
- Mindestens 110 Menschen wurden zudem verwundet
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Hinrichtung Saddams
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"Saddam ist Geschichte" und "Tod ändert nichts"
Blutbad in Bagdader Universität: Bei einem verheerenden Terroranschlag vor der Hochschule verübten Attentäter den schlimmsten Bombenanschlag in der Hauptstadt seit Wochen. Mindestens 65 Studenten und Lehrkräfte wurden bei den Explosionen am Nachmittag vor zwei Eingängen des Gebäudes getötet. Fast 140 weitere Menschen wurden nach Angaben von Sicherheitskräften verletzt, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabiya unter Berufung auf Krankenhausärzte.
Augenzeugen sagten dem Staatssender Al-Irakiya, Terroristen hätten vor der Mustansiriya Universität in Ost-Bagdad zwei Autobomben zur Explosion gebracht. Ein Attentäter habe sich mit einem Sprengstoffgürtel inmitten der Studenten bei einem Nebeneingang in die Luft gesprengt, zu einem Zeitpunkt, als viele Studenten und Lehrkräfte die Universität im Osten Bagdads verließen und sich auf den Heimweg machen wollten. In der Umgebung wurden rund ein Dutzend Fahrzeuge völlig zerstört.
Bei mehreren weiteren Anschlägen waren in Bagdad zuvor mindestens 29 weitere Menschen getötet worden. Mindestens 15 Menschen kamen bei einem Doppelanschlag im Zentrum der Stadt ums Leben, vier weitere starben bei einem Bombenattentat auf einen Bus. Bei einem Überfall auf den Markt El Bonuk im Nordosten der Stadt wurden mindestens zehn Menschen getötet, als Angreifer wahllos in die Menge schossen.
Insgesamt wurden bei der folgenschwersten Serie von Anschlägen seit Beginn dieses Jahres binnen weniger Stunden etwa 80 Menschen getötet. Am selben Tag veröffentliche die UNO eine erschütternde Totenbilanz. Nach dieser Bilanz der Vereinten Nationen kamen im Irak im vergangenen Jahr mehr als 34.400 Zivilisten gewaltsam ums Leben. Fast 36.700 seien verletzt worden, teilte die Irak-Mission der UN (UNAMI) in Genf mit.
(apa/red)
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