Klimawandel nicht Schuld: Starke Orkane wie "Kyrill" treten nur alle 10-20 Jahre auf
- Meteorologen: Häufigkeit hat nicht zugenommen
- "Kyrill" teilweise heftiger als "Jeanett" aus 2002
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Orkane der Größenordnung von "Kyrill" sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland alle 10 bis 20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel lasse sich aus solchen Einzelereignissen allerdings nicht herstellen, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux in Offenbach. "Betrachtet man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so hat weder deren Häufigkeit noch die Intensität zugenommen."
Auch in der Vergangenheit habe es oft stabile Westwetterlagen mit heftigen Stürmen über West- und Zentraleuropa gegeben. Anzeichen für den Klimawandel seien vielmehr der zu milde Winter und die großen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik.
"Kyrill" sei von seiner Ausdehnung her mit dem Orkan "Jeanett" aus dem Oktober 2002 durchaus vergleichbar, in der Intensität jedoch gebietweise heftiger gewesen. Orkan "Lothar" vom 26. Dezember 1999 habe in Süddeutschland zwar noch höhere Windgeschwindigkeiten gebracht, er sei allerdings deutlich kleinräumiger gewesen als "Kyrill", sagte Lux. Die frühzeitigen Hinweise und Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Berichte der Medien hätten geholfen, die Schäden durch "Kyrill" einigermaßen zu begrenzen. Nach einer ersten Bilanz des DWD waren die Gebirge, die Küsten, der Osten, die Kölner Bucht und der Südosten Bayerns am stärksten von dem Orkan betroffen. Die stärkste Windböe wurde am Donnerstagabend an der DWD-Wetterwarte Wendelstein mit 202 Kilometern pro Stunde gemessen, dicht gefolgt vom Brocken im Harz mit 198 Kilometern pro Stunde. (apa)
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