Orkan direkt aus der Wetterküche Europas: Kyrill kam aus Island und endet in Russland
- Nachlesen: Was Orkane von Hurrikans unterscheidet
·INFOGRAFIK
Der Weg von Kyrill: Von Island nach Russland
·Am Feuerkogel blies Wind mit 207 km/h
225 km/h: Höchster Wert in der Schweiz gemessen
·Orkan Kyrill zieht
'Spur der Verwüstung'
NÖ/OÖ: Hunderte Häuser abgedeckt, Stromausfälle
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So bewegt sich Orkan
"Kyrill" auf Österreich zu
·Die mächtigsten Stürme seit 1990
Fast jährlich suchen Orkane Österreich heim
·Aufräumen nach Kyrill in ganz Europa
GB: Öl fließt bei Bergung von Frachter ins Meer
·So verhalten Sie sich bei Unwettern richtig
TIPPS: Wie Sie sicher mit dem Auto unterwegs sind
·Der "echte" Sturm beginnt bei 75 km/h
Orkane entstehen vor allem im Herbst & Winter
·Eisiger Winter hält USA im Griff: 60 Tote
Schnee in Malibu & Venice Beach. PLUS: BILDER!
Der Orkan Kyrill ist zu Beginn der Woche über dem Nordatlantik entstanden. Er hat sich seinen Weg über die britischen Inseln, die Nordsee, die Ostsee, Dänemark und Polen gebahnt, Österreich war von den südlichen Ausläufern betroffen. "Kyrill" ist mittlerweile nach Russland weitergezogen und wird in den nächsten Tagen seine Kraft endgültig verlieren.
Nördlich von Island liegt eine Region, die von Meteorologen als "Wetterküche Europas" bezeichnet wird. Polare Luftmassen aus dem Norden treffen auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern auf Luft, die sich aus südlicher Richtung über dem Golfstrom erwärmt hat. Die unterschiedlich warmen Luftmassen vermischen sich nicht einfach, sondern entwickeln ein Tiefdruckgebiet.
Die Luftmassen entwickeln auf Grund von Temperaturunterschieden von zehn bis 15 Grad Celsius Strömungswirbel, die sich zu Stürmen auswachsen. Die Luftmassen beginnen langsam, sich im Gegenuhrzeigersinn Richtung Osten zu bewegen. Über der relativ glatten Meeresoberfläche des Atlantik saugt das Tiefdruckgebiet weitere kalte Luftmassen auf. Dadurch nimmt der Sturm noch mehr Energie auf, die Windgeschwindigkeiten erreichen ihre Spitzenwerte. Sobald der Sturm über Land zieht, wird der Widerstand am Boden größer und die Geschwindigkeit des Sturms nimmt wieder ab.
Gäbe es solche Stürme nicht und auch keinen Austausch der Luftmassen zwischen Norden und Süden, würde es in der Polarregion immer kälter und in den südlichen Breiten immer heißer werden, sagte Dr. Otto Svabik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik im Gespräch mit der APA.
Während derartige Stürme also entlang der Polarzone entstehen und von Nordwesten nach Osten über Europa ziehen, entstehen Hurrikans in den Monaten Juni bis Oktober aus der Passatströmung über warmen Meeresgebieten, bei Wassertemperaturen um 26 Grad. Solche tropischen Wirbelstürme treten in der Karibik und im Golf von Mexiko auf und sind meist stärker als Stürme in Europa. Der verheerendste der vergangenen Jahre war "Katrina", der im Sommer 2005 die Stadt New Orleans teilweise unter Wasser setzte. (apa/red)
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