Scholten zu "profil": "Was der Schule nicht schadet, kann im Kunstbereich helfen"
- Kontrollbank-Vorstand lobt neue Kunstministerin
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In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" analysiert der ehemalige Kulturminister und nunmehrige Kontrollbank-Vorstand Rudolf Scholten, 51, aus Anlass der Bestellung Claudia Schmieds zur Bildungs- und Kunstministerin die sozialdemokratische Kulturpolitik. "Für die Entwicklung der Kunst in diesem Land ist es vollkommen gleichgültig, ob in diesem Ressort auch Wissenschaft oder auch Bildung betreut wird", so Scholten. "Wichtig ist nur die Person - und da freue ich mich über die Bestellung von Claudia Schmied und darüber, dass es ein nicht allein stehendes Kulturressort ist. Man gewinnt als Minister so ein ganz anderes politisches Gewicht.
Geld sei in der Kulturpolitik natürlich "ein zentraler Punkt. All jene, die behaupten, es gehe nicht ums Geld, sind nur kokett." Denn Geld bedeutet Arbeitsmöglichkeiten, Autonomie, Gestaltungsfreiheit", führt Scholten im "profil"-Interview weiter aus. Dennoch gehe es auch um anderes. "Um eine Art des Umgangs miteinander, um eine bestimmte Tonlage. Diese gesellschaftlichen Stimmungslagen soll man nicht unterschätzen. Erst in bestimmten Umfeldern werden besondere Strömungen möglich."
Das Amt des Kulturministers nennt Scholten "ohne Pathos und Romantik einen der schönsten Jobs, die dieses Land anbieten kann. Natürlich ist daran auch viel Routine, aber schon der Alltag in der Beschäftigung mit den Themen der Kunst ist ein Erfolgserlebnis, abgesehen davon sind die Chancen auf konkrete Ergebnisse im Vergleich zu viel schwerfälligeren Politikthemen sehr groß. Im Übrigen halte ich die Kombination mit einem großen Ressort wie der Bildung für einen absoluten Vorteil, weil die Manövriermasse und damit auch der Gestaltungsraum viel größer wird." Es gebe, sagt der ehemalige Kulturminister, "Überschneidungsflächen" zwischen den Ressorts, im Fall von Unterricht und Kunst etwa "den gesamten Bereich der Kunstvermittlung. In vielen Fällen lassen sich Dinge eben von der einen ebenso gut wie von der anderen Seite finanzieren. Insofern hilft die Manövriermasse sehr. Und es ist schon so: Beträge, die in manchen Ressorts kaum ins Gewicht fallen, können in der Kunst einiges bewegen. Was der Schule nicht schadet, kann im Kunstbereich enorm helfen."
Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!
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