Neuer Protest gegen Studiengebühren: Friedliche Demo mit 500 Teilnehmern in Linz
- Studenten skandierten "Gusenbauer: Bildungsklauer"
- Auch SP-Haider mit Argumenten für Demonstranten

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Friedlich, dafür lautstark ist eine vom Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) angemeldete Demo gegen die Studiengebühren in der Linzer Innenstadt verlaufen. Die Polizei zählte rund 500 Teilnehmer, darunter hochrangige oberösterreichische SPÖ-Vertreter und auch einige Pensionisten. "Gusenbauer: Bildungsklauer" und "Schwarz und Rot - Bildungstod!", skandierte der Protestzug, der vom Hauptplatz zum Schillerpark marschierte.
Mit Transparenten wie "Weg mit Alfred", "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!" oder "Eurofighter putzen für sechs Euro - Nein danke!" sowie Trillerpfeifen machten die Teilnehmer ihrem Unmut Luft. "Wir wünschen uns eine Politik mit Rückgrat", betonte ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha vom VSStÖ. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sei damit angetreten, übrig geblieben sei aber nur wenig.
"Die soziale Wende haben wir uns anders vorgestellt", sagte die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Linz, Rebecca Kampl. "Die Studiengebühren müssen weg, weg, weg!", schrien sich die Aktivisten ihren Frust von der Seele. Nach der Botschaft "Wer nicht hüpft, ist ÖVP" verwandelte sich die Gruppe in eine springende Masse.
Auch rote Landespolitiker wie Parteichef Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider oder der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch ließen sich bei der Kundgebung blicken. Er sehe zwar keine Notwendigkeit für Nachverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP, "aber die Studiengebühren müssen weg" machte Haider klar: "Ich brauche keine Bundesregierung, damit ich um sechs Euro arbeiten kann." (apa/red)
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