Dienstag, 16. Jänner 2007

Aus Protest gegen Studiengebühren: 200 SPÖ-Mitglieder haben Partei bisher verlassen

  • Bundesgeschäftsführer Kalina hofft auf Sinneswandel

200 Parteimitglieder sind bisher aus Protest gegen die nicht erfolgte Abschaffung der Studiengebühren aus der SPÖ ausgetreten, erklärt der neue Bundesgeschäftsführer der Sozialdemokraten, Josef Kalina. Er hoffe, dass nach Kontaktaufnahmen "einige es sich vielleicht wieder anders überlegen", zeigte er sich dennoch optimistisch.

Dass die SPÖ den Mund vor der Wahl zu voll genommen habe, verneinte Kalina in der "Presse". Die ÖVP habe einen großen Vorteil beim Verhandeln gehabt, weil sie kein Wahlprogramm gehabt habe. "Dafür hat sie eine schallende Ohrfeige erhalten", so Kalina.

Die scharfe innerparteiliche Kritik an Bundeskanzler Gusenbauer vor allem auch vom steirischen Landeshauptmann Voves wegen Problemen bei der Kommunikation innerhalb der SPÖ lassen Kalina kalt: "So kurzfristige Entscheidungen sind nicht neu in der Geschichte."

(apa/red)

16.1.2007 18:59