Grasser-Abgang sorgt in der VP für Wirbel: Stumvoll bestätigt Meinungsverschiedenheit
- Auch Bartenstein und Fekter üben scharfe Kritik
- Khol wird Mitschuld für Grasser-Rückzug gegeben
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Der Rückzug Karl-Heinz Grassers aus der Politik hat auch die Stimmung vor der ersten ÖVP-Klubsitzung unter dem neuen Klubobmann Wolfgang Schüssel geprägt. Mehrere Abgeordnete bedauerten den Schritt. Finanzsprecher Günter Stummvoll bestätigte vor Journalisten, dass es wegen dieser Entscheidung derzeit Meinungsverschiedenheiten in der Partei gebe. Allerdings: "Wenn es wo brodelt, dann in der SPÖ."
"An und für sich ist mir auch sehr Leid darum, dass Grasser nicht mehr in der Regierungsmannschaft ist", meinte Fekter weiter. Ganz ihrer Meinung war auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein: "Ich hätte es gerne gehabt, wenn er weiter mit an Bord wäre." Er wäre eine wertvolle Bereicherung für die ÖVP geblieben. Die Entscheidung sei allerdings gefallen. Noch hat Bartenstein die Hoffnung aber nicht aufgegeben, Grasser habe schon einmal den Weg von der Wirtschaft zurück in die Politik beschritten.
Spindelegger: "Gute Wahl"
Der Zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger glaubt bei der Personalentscheidung innerhalb der ÖVP dagegen an eine gute Wahl und sprach von einem "Teil der Vergangenheitsbewältigung" in der Partei. Beruhigend zeigte sich auch Werner Fasslabend, der die Diskussion um Grasser intern und im "konstruktiven Sinne" führen will. Stummvoll sieht nicht einmal dafür Bedarf: "Ich finde diese Diskussion so unnötig wie einen Kropf." Grasser sei allerdings ein toller Finanzminister gewesen, "es ist schade, dass wir ihn nicht mehr haben". Justizsprecherin Maria Fekter meinte in Richtung des ehemaligen Nationalratspräsidenten Andreas Khol, dem die Mitschuld am Rückzug Grassers gegeben wird: Khol sei Seniorenbundobmann - "und ich glaube, dort ist er sehr gut aufgehoben." (apa/red)
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