Schlechte Deutschkenntnisse bei Wiener Taferlklasslern: Unterricht stark erschwert
- "Sprachticket" soll Kindern für Schule vorbereiten
- Im nächsten Schuljahr rund 16.000 neue Anfänger
Rund jeder fünfte Wiener Taferlklassler des kommenden Schuljahrs spricht noch zu schlecht Deutsch, um dem Unterricht zu folgen. Das ist das vorläufige Ergebnis der heuer wieder vorgezogenen Schuleinschreibung in der Bundeshauptstadt. Von den im Dezember vorerst 14.000 eingeschriebenen Kindern haben 2.800 große Sprachprobleme, das sind etwa 300 mehr als im Vorjahr, bestätigte der Stadtschulrat.
Wenn das Kind dem Unterricht voraussichtlich nicht folgen können wird, hat der Schulleiter bei der Einschreibung entsprechende Fördermaßnahmen empfohlen, die im Kindergarten erfolgen und 120 Stunden umfassen. Start dafür ist gleich nach den Semesterferien.
Die Eltern erhalten dafür ein "Sprachticket", das direkt im Kindergarten abgegeben wird. Dieser wiederum rechnet das Ticket mit dem Erhalter ab (Gemeinde). Der Bund fördert dies mit 80 Euro pro Kind. Für die restlichen Kosten kommt Wien auf, die Eltern haben einen "Materialkostenbeitrag" von zehn Euro zu bezahlen.
Insgesamt werden im kommenden Schuljahr rund 16.000 Taferlklassler erwartet. Diese Zahl ergibt sich aus den 14.000 bisher Angemeldeten, Kindern von Eltern, die die Einschreibung im Dezember versäumt haben, sowie Zuzüglern aus den Bundesländern bzw. dem Ausland.
(apa/red)
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