"Reformprozess weiter vorantreiben": Schnedl wird Chef der Christgewerkschaft
- VP-nahe FCG bisher von ÖGB-Vize Klein geleitet
Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter wird beim Bundestag am 22. Jänner einen neuen Vorsitzenden wählen. Die Wahlvorschlagskommission hat Norbert Schnedl, den Dienstrechtsexperten der Beamtengewerkschaft, als Nachfolger von FCG-Chef und ÖGB-Vizepräsident Karl Klein nominiert. Wie Klein der APA sagte, wird er weiterhin im ÖGB bleiben, wo er das Referat für Kollektivvertragspolitik leitet und Supervision für Betriebsräte und Personalvertreter anbieten möchte.
Klein bezeichnete Schnedl als seinen "Wunschkandidaten" und zeigte sich erfreut, dass nun ein "neues Gesicht" an die Spitze der Christgewerkschafter tritt. "Er ist ein ambitionierter Nachfolger der den Reformprozess weiter vorantreiben wird und weiterhin auf die Wichtigkeit der Fraktionen in einem überparteilichen Gewerkschaftsbund pochen wird", so Klein.
Im ÖGB will sich Klein unter anderem mit dem geplanten Mindestlohn von 1.000 Euro befassen. "So einfach, wie die Regierung sich das vorstellt - mit Generalkollektivvertrag - geht das nicht", betont der abtretende FCG-Chef. Einen Generalkollektivvertrag könne es beispielsweise für jene Bereiche geben, wo die Gewerkschaft mit der Wirtschaftskammer verhandle. Mit den freien Verbänden - etwa dem Versicherungs- oder dem Bankenverband - müsse man aber eigene Regelungen finden. Klein ist dennoch zuversichtlich: "In den nächsten zwei Jahren müssten wir das lückenlos zusammenbringen." (APA/red)
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