Dienstag, 9. Jänner 2007

Regeln für Umgang mit Mager-Models! US- Designer wollen Richtlinien für Fashionweek

  • Furstenberg im Komitee, Wintour bei erster Sitzung
  • Umgang mit zu dünnen Models soll geregelt werden

In die Diskussion um magersüchtige Models hat sich nun auch der führende Verband der US-Modedesigner eingeschaltet. Wie der Council of Fashion Designers of America (CFDA) ankündigte, soll ein neues Komitee noch rechtzeitig vor den Castings für die New Yorker Modewoche Anfang Februar Richtlinien für den Umgang mit allzu dünnen Models ausarbeiten. Diese sollen bereits Ende der Woche allen Beteiligten an der Fashion Week zugestellt werden.

Zu dem Komitee gehören die neue CFDA-Vorsitzende und Modedesignerin Diane von Furstenberg, eine Ernährungsberaterin, eine Psychiaterin, ein Trainer sowie ein Vertreter einer PR-Firma. An der ersten Sitzung nahmen auch Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour sowie ein Vertreter der Modelagentur DNA teil.

Angestoßen wurde die Diskussion im September durch die Entscheidung der Madrider Behörden, offenkundig magersüchtige Models vom Laufsteg zu verbannen. Im November starb das 21-jährige brasilianische Model Ana Carolina Reston (Bild) an den Folgen ihrer Magersucht. Im Dezember einigte sich die Regierung in Rom mit den italienischen Modeschaffenden auf einen Ethik-Code, um bei Modeschauen künftig keine krankhaft mageren Models mehr zu haben. Noch im vergangenen Jahr hatte Ex-CFDA-Präsident Stan Herman von einem Bann zu dünner Models abgeraten. Klagen vor Gericht seien in diesem Fall vorprogrammiert, sagte er: "Das wäre genauso, als würden wir jemanden ablehnen, weil er zu dick ist." (APA/red)

9.1.2007 12:57