Damon Albarn mischt Reggae, Dub und Afrobeat: Neues Album kommt Ende Jänner
- Neil Young: Special Edition von "Living With War"
- Zweite Platte von Carla Bruni: Gedichte vertont

Eine weite Reise, was die Einflüsse betrifft, unternehmen die Songs auf "The Good, The Bad & The Queen" (EMI), dem ersten Album des gleichnamigen neuen Projektes von Damon Albarn (Blur, Gorillaz). Reggae, Dub, Afrobeat sowie englischer Pop und Punk prägen die zwölf Songs, darunter die erste Auskopplung "Herculean".
Die Arbeiten an der CD hat der Sänger mit Gitarrist Simon Tong (The Verve) und Drummer Tony Allen (Fela Kuti) in Lagos (Nigeria) 2004 begonnen. Nach Veröffentlichung der Gorillaz-Platte "Demon Days" wurde sie in London unter der Regie von Brian "Danger Mouse" Burton fertig gestellt. Den Bass spielte Paul Simonon (The Clash). Am 26. Jänner kommt "The Good, The Bad & The Queen" in die Geschäfte.
Neil Young: Special Edition von "Living With War"
Neil Young ließ seine Fans zuletzt nicht lange warten. Nur kurz nach der Archiv-Veröffentlichung "Live At Fillmore East 1970" erschien nun eine überarbeitete Version der bisher letzten Studioplatte "Living With War". Die alternative Fassung trägt den Zusatz "In The Beginning" (Warner) im Titel und bietet sämtliche Songs ohne Chor, aber deutlicher hörbaren Gitarren, was den Protest gegen die Bush-Administration und den Krieg noch zorniger erscheinen lässt. Die Special Edition enthält außerdem die Platte auf DVD mit besserem Klang und Videos.
Stefan Gwildis: Deutscher Soul
Deutsche Soulmusik muss nicht nur von Xavier Naidoo kommen. Stefan Gwildis hat sich mit deutschsprachigem Soul einen Namen gemacht und veröffentlicht am 19. Jänner sein drittes Album "Heut ist der Tag" (Sony Music). Der Hamburger hat diesmal u.a. Lieder von Martha Reeves & The Vandellas ("Tanzen über'n Kiez/Dancing In The Streets") und den Neville Brothers ("Großer Mond/Yellow Moon") gecovert. Mit Laith Al Deen singt er Bill Withers "Lean On Me" ("Ich bin da") im Duett. Gwildis gastiert am 8. Mai in der Wiener Stadthalle F und am 10. Mai im Grazer Orpheum.
Neues aus Österreich: Thisha
Als "kosmopolitisches Produkt" bezeichnet Mario Rossori, als "Pop-Pate" Förderer der heimischen Musikszene, das am 2. Februar erscheinende Debüt von Thisha. Die Künstlerin - halb Philippinin, halb Araberin mit Lebensmittelpunkt in Wien - bewegt sich auf "My Introduction" (Vertrieb: edel) zwischen Pop, Soul, R&B und Clubsounds. Die 23-Jährige singt ausschließlich eigenes Material. Es wäre zu wünschen, dass man hier zu Lande auch ohne Karaoke-Singen eine Chance bekommt.
2. Album von Carla Bruni
Carla Bruni, in Italien geboren und in Frankreich und der Schweiz aufgewachsen, ist als Model berühmt geworden. Vor vier Jahren versuchte sie sich als Sängerin und verkaufte ihre Platte "Quelqu'un m'a dit" eine Million Mal. Am 12. Jänner kommt in Österreich der Nachfolger "No Promises" (edel) heraus. Diesmal vertonte die 38-Jährige englischsprachige Gedichte aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Beim Lesen der Werke von William Butler Yeats, Emily Dickinson und Dorothy Parker habe sie sich "sofort in sie verliebt", erzählt Bruni. "Ich spielte mit ihnen, machte Lieder aus ihnen."
(apa/red)
