Schweres Los für Österreicher bei den Australian Open: Bammer gegen Nummer 12
- Russin Anna Tschakwetadse harte Nuss in Runde eins
- Melzer gegen Karlovic und Koubek gegen Arthurs
Für die beiden rot-weiß-roten Nummer-1-Spieler wird es zum Auftakt der Australian Open in Melbourne schwierig: Hinter Jürgen Melzer steht wegen einer Darmviruserkrankung überhaupt ein Fragezeichen, der 2,08 m große starke Aufschläger Ivo Karlovic wäre für einen Melzer in dessen Form dieser Woche aber schlagbar. Sybille Bammer hat mit der Hobart-Siegerin Anna Tschakwetadse (RUS-12) eine schwere Auslosung erhalten. Für Stefan Koubek wurde bei der Auslosung der australische Haudegen Wayne Arthurs serviert, eine machbare Aufgabe. Und auch Melbourne-Debütantin Tamira Paszek hat nach erfolgreicher Qualifikation mit der Französin Severine Bremond eine überwindbare Hürde vor sich.
Das derzeit aus drei Österreichern bestehende Kontingent im Hauptfeld könnte noch durch zwei Spieler aufgestockt werden: Der 16-jährigen Tamira Paszek fehlt bei ihrem Grand-Slam-Quali-Debüt bei den Erwachsenen nach dem glatten 6:0,6:2 über die als Nummer 16 gesetzte Taiwanesin Su-Wei Hsieh nur noch ein Sieg gegen Ivana Lijsak (CRO-12). Auch Daniel Köllerer steht mit dem US-Amerikaner Brian Wilson nur noch ein Spieler im Weg.
Melzer hat die zwei bisherigen Duelle mit Karlovic jeweils in zwei Sets für sich entschieden, 2004 in Miami auf Hardcourt, 2006 in München auf Sand. Koubek hat gegen Arthurs ebenso noch nie gespielt wie Hobart-Halbfinalistin Bammer gegen Tschakwetadse.
Koubek hat in Melbourne 2002 das Viertelfinale erreicht, danach gab es aber zwei Erstrunden-Niederlagen und 2005 sowie 2006 war er gar nicht am Start. Melzer hat bei bisher vier Auftritten beim Major in "down under" eine Bilanz von 4:4, zweimal kam er bis in Runde drei.
Kampf gegen Erstrundenfluch
Besonders für Melzer und Koubek (und falls sich Köllerer qualifiziert auch für diesen) gibt es aber quasi eine "übergeordnete" Aufgabe: Seit dem Drittrunden-Aus von Melzer in Wimbledon 2005 gab es nämlich von sämtlichen ÖTV-Herren bei Grand Slams nur Erstrunden-Niederlagen. Mit dem "salto nullo" bei den US Open vergangenen August hat sich diese Bilanz bereits auf 12 (!) Auftakt-Schlappen en suite erhöht.
Und Melzer hat in den vergangenen fünf Grand-Slam-Turnieren hintereinander jeweils in Runde 1 verloren. Es war ja auch ein großes Ziel des Deutsch Wagramers, bei den Majors heuer weit besser abzuschneiden. Die Vorzeichen auf ein Ende dieser Serie standen auf Grund seines Formanstiegs ja sehr gut, doch das ist für Melbourne nun wieder fraglich geworden.
(apa/red)
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