Vor Begräbnis: "Asyl in Not"-Genner entschuldigt sich für pietätlose Aussage
- "Viele haben mir Glück, viele andere Tod gewünscht"
- NACHLESEN: "Asyl in Not"-Erklärung im Wortlaut
·Anzeige gegen "Asyl in Not"-Obmann?
Staatsanwalt prüft 'Freude
über Prokop-Tod'-Sager
·"Asyl in Not": Freude über Tod von Prokop?
Ableben "gute Meldung zum Jahresbeginn"
"Asyl in Not"-Obmann Michael Genner hat sich für seine Äußerungen über die verstorbene Innenministerin Liese Prokop (V) entschuldigt. "Frau Prokops Familie, ihr Mann, ihre Kinder, deren Gefühle ich verletzt habe, können nichts dafür, dass die Innenministerin eine zutiefst menschenverachtende Politik betrieben hat", hieß es in einer Aussendung. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft angekündigt, den Fall zu prüfen.
"In den letzten Tage habe ich viele Zuschriften und Anrufe erhalten: Viele Menschen haben mir Glück, viele andere den Tod gewünscht", heißt es weiter in der schriftlichen Stellungnahme. Die Bitte um Entschuldigung sei auch an keine Bedingungen geknüpft. Vom künftigen Innenminister verlangte Genner, "dass er im Namen der Republik die Opfer der bisherigen Politik um Entschuldigung bittet". Auch die Kritik von "Asyl in Not"-Ehrenobmann Volker Kier hat Genner nun veranlasst, sich zu entschuldigen.
Genner hatte wenige Tage nach dem Tod von Prokop auf der "Asyl in Not"-Homepage eine Stellungnahme abgegeben, die für Empörung sorgte. Darin war von einer "guten Meldung zum Jahresbeginn" die Rede, kein anständiger Mensch weine der Ministerin eine Träne nach. Nach Einlangen einer anonymen Anzeige hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, den Tatbestand der Beleidigung bzw. der üblen Nachrede zu prüfen.
(apa)
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