Ahmadinejad in Nicaragua: Iran bietet Ortega Hilfe gegen "gemeinsame Feinde" an
- Unterstützung druch Investitionen und Wirtschafthilfe
·Iran & Venezuela für Allianz gegen die USA
Präsident Ahmadinejad bei Venezuelas Chavez
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad will die neue nicaraguanische Regierung mit Investitionen und Wirtschaftshilfe unterstützen. Nach einem Gespräch mit dem sandinistischen Regierungschef Daniel Ortega sagte Ahmadinejad, beide Länder hätten "gemeinsame Interessen und gemeinsame Feinde".
Der iranische Präsident, ein erklärter Gegner der USA, und der frühere Revolutionär Ortega unterzeichneten am Sonntagabend ein Abkommen über den Beginn der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Am Montag wird Ahmadinejad in Ecuador an der Amtseinführung des linken Präsidenten Rafael Correa teilnehmen. Ortega bezeichnete er als Symbol der Gerechtigkeit in Nicaragua.
Ahmadinejad ist bereits zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten in Lateinamerika, wo sich eine Front links-orientierter Präsidenten immer selbstbewusster gegen die USA formiert. Der erklärte Feind der USA Ahmadinejad ist dort sehr willkommen. Er gilt auch als enger Verbündeter des venezolanischen Präsidenten und US-Kritikers Hugo Chavez, den er am Samstag besuchte.
Ortega sagte: "In unseren iranischen Brüdern haben wir ein Volk, eine Regierung, einen Präsidenten, die bereit sind, dem nicaraguanischen Volk bei seinem großen Kampf gegen die Armut zu helfen." Nicaragua ist das zweitärmste Land in Lateinamerika.
Ortega hatte am Mittwoch das Präsidentenamt offiziell übernommen. Ungeachtet seiner marxistischen Vergangenheit hat der 61-Jährige eine moderate Politik angekündigt, die sich an den Grundsätzen der freien Marktwirtschaft orientieren soll.
Als marxistischer Revolutionsführer hatte Ortega bereits 1979 und damit mitten im Kalten Krieg die Macht in Nicaragua übernommen. Die USA unterstützten daraufhin die so genannten Contra-Rebellen, die die linke Regierung Ortegas bekämpften und in einen brutalen Bürgerkrieg zwangen. Seit dem Sturz Ortegas 1990 regierten meist US-nahe Politiker das zentralamerikanische Land. Vor seinem Sieg im vergangenen November trat Ortega zweimal vergebens bei Wahlen an. (apa)
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