Schnee und Eis auf Hollywoods Palmen: Orangenbauern fürchten um saftige Ernte!
- Flugchaos & Stürme in mittlerem Westen der USA
Ein schwerer Sturm hat die US-Bundesstaaten von Texas bis Illinois mit Eisregen und Schnee überzogen. Unter dem Gewicht des Eises stürzten Bäume um und blockierten Straßen und Bahngleise. Auf den Flughäfen kam es zu Verspätungen, während mehr als 100.000 Menschen ohne Strom ausharren mussten. Die ungewöhnlich kalte Luft erreichte sogar den Süden von Kalifornien, wo Bauern um ihre Zitrusfrüchte bangten.
"Wir sind genau in der Mitte des Sturms", sagte der Meteorologe Joe Pedigo vom Nationalen Wetterdienst in St. Louis im US-Staat Missouri. "Freitag war die erste von drei Wellen." Mindestens sieben Todesfälle wurden auf den Sturm zurückgeführt. In Missouri waren 90.000 Häuser ohne Strom, in Illinois waren es weitere 6.000. Die Gouverneure beider Staaten versetzten die Nationalgarde in Alarmbereitschaft. In Missouri wurde der Notstand ausgerufen. In Texas fielen an einigen Stellen 15 Zentimeter Regen, es kam zu örtlichen Überschwemmungen. Am Flughafen Dallas-Fort Worth wurden 300 Flüge gestrichen. Weitere Absagen wurden von Flughäfen in St. Louis, Kansas City, Oklahoma City und Tulsa gemeldet. Die Meteorologen rechneten mit weiterem Regen und Eisregen.
Im kalifornischen San-Joaquin-Tal brachten die Bauern elektrische Heizstrahler in die Plantagen und harrten die ganze Nacht zwischen ihren kostbaren Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäumen aus. Dort hängen noch mehr als 70 Prozent der Früchte an den Bäumen. "Schon ein paar Grad können den Unterschied ausmachen zwischen der völligen Katastrophe und der Rettung der Ernte", sagte der Bauer Nick Hill in der Ortschaft Dinuba. Ein Ausfall der Ernte würde nicht nur Schäden von rund einer Milliarde Dollar (770 Millionen Euro) bedeuten, sondern auch hunderte Landarbeiter um Job und Verdienst bringen. Nach der letzten großen Kältewelle, die 1990 zwei Wochen dauerte, erholte sich die Landwirtschaft erst nach zwei Jahren. (APA/red)
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