Bahnhof, Autobahn, Flughafen, Wohnungen:
Schwedische Stadt muss versetzt werden
- Ort Kiruna drohen sonst Einstürze wegen Bergbau
Schwedens nördlichste Stadt muss um vier Kilometer versetzt werden, um sie vor dem Einstürzen zu retten. Der Eisenerzbergbau in Kiruna verursache Risse im Untergrund, sagte Stadtsprecherin Ulrika Hannu. Deswegen müsse das Zentrum innerhalb der nächsten Jahrzehnte verlegt werden.
Der Stadtrat fällte einen entsprechenden Beschluss. Die Verschiebung betreffe alle größeren Gebäude, die Eisenbahnlinien, den Bahnhof, den Flughafen, die Autobahn, Wohnungen und die elektrischen Leitungen. Die neue Eisenbahnlinie soll bis 2010 fertig sein. "Die Eisenbahn ist das Wichtigste, weil sie am nächsten zur Mine liegt", sagte Hannu.
Die alten Holzhäuser, der ganze Stolz von Kiruna, sollen auf großen Anhängern abtransportiert werden. Die größeren Gebäude wie die Stadthalle müssen vor einem Umzug zunächst in Teile zerlegt werden. Bis 2023 müssen 1.700 bis 3.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Bewohner würden die Verlegung jedoch nicht negativ sehen, sagte Hannu. Es gebe viel Verständnis für den Schritt. Ohne seine Mine könne Kiruna nicht überleben. (APA/red)
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