Pakistani wollte Bahnhof sprengen: 30 Jahre Haft für New Yorker U-Bahn-Terrorplan
- Polizei konnte geplantes Attentat rechtzeitig vereiteln
- Zweifel: Hatte Informant den 24-Jährigen angestiftet?
Für einen geplanten Bombenanschlag auf eine U-Bahn-Station in New York ist ein 24 Jahre alter pakistanischer Einwanderer zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Die verbrecherischen Pläne seien extrem schwerwiegend gewesen, sagte Richterin Nina Gershon vom US-Bezirksgericht in Brooklyn. "Sie hätten einen verheerenden Schaden im New Yorker Verkehrssystem angerichtet, wenn sie nicht vereitelt worden wären."
Wie die "New York Times" weiter berichtete, hatte der Mann im Jahr 2004 aus Hass auf Amerika geplant, einen zentralen Verkehrsknotenpunkt im Herzen von Manhattan in die Luft zu sprengen. Allerdings hatte er noch keinen Sprengstoff, es gab keinen Zeitplan für das Attentat. Der Pakistani entschuldigte sich vor Gericht, gab jedoch an, von einem bezahlten Informanten der Polizei angestiftet worden zu sein. "Ich übernehme die Verantwortung. .., aber ich wurde von diesem Menschen manipuliert", sagte er.
Der 24-Jährige war im August 2004 gemeinsam mit einem Komplizen festgenommen worden. Im Mai 2006 befand ihn ein Gericht in insgesamt vier Anklagepunkten der Verschwörung schuldig. Beweismittel waren vor allem Tonbandaufnahmen von Gesprächen, die der Polizeiinformant heimlich mitgeschnitten hatte. Die Mutter des Verurteilten kündigte an, er werde in Berufung gehen.
"Die New Yorker Polizei hat meinen Sohn durch einen bezahlten Informanten getäuscht und in die Sache hineingezogen", sagte die Mutter. Polizeidirektor Raymond Kelly sprach dagegen von einem "Meilenstein" im Kampf gegen den Terrorismus: "Es zeigt, dass diejenigen, die sich gegen New York verschwören, einen hohen Preis zahlen müssen."
(apa/red)
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