Opfer sind türkische Bauarbeiter: 34 Tote nach Flugzeugabsturz nahe Flughafen Bagdad
- Türkischer Jet steuerte US-Flugplatz bei Bagdad an
- Auch 3 Moldawier, Russe, Ukrainer & US-Bürger tot
Beim Absturz eines Frachtflugzeugs nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad sind 34 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten waren türkische Arbeiter. Nur einer von ihnen habe das Unglück schwer verletzt überlebt, berichtete der Nachrichtensender NTV am Abend unter Berufung auf die türkische Botschaft in Bagdad.
An Bord der in Moldawien registrierten Maschine befanden sich 30 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Das Flugzeug des Typs Antonow AN-26 war von einer türkischen Baufirma gechartert und am Morgen in der südtürkischen Stadt Adana gestartet.
Aus Sicherheitskreisen in der nordirakischen Stadt Tikrit hieß es, die türkischen Arbeiter seien auf dem großen US-Luftwaffenstützpunkt Al-Bakr bei Balad beschäftigt gewesen. Das Flugzeug, das in der Nähe der Stadt rund 70 Kilometer nördlich von Bagdad abstürzte, habe Lebensmittel zu dem Militärstützpunkt transportieren sollen. Hinweise darauf, dass das Flugzeug abgeschossen wurde, lägen nicht vor.
Die Antonow stürzte nach türkischen Angaben beim Landeanflug auf den Flughafen der US-Armee ab. Als Ursache des Unglücks wurde dichter Nebel genannt. Den Berichten zufolge zerschellte die Maschine wenige hundert Meter von der Piste entfernt. Der Pilot hatte einen ersten Versuch abgebrochen und erneut zur Landung angesetzt.
Zur Besatzung gehörten drei Moldawier, ein Russe und ein Ukrainer. Unter den getöteten Passagieren sei auch ein 45 Jahre alter US-Bürger. (APA/red)
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