Trotz harter Worte aus St. Pölten: Khol will keinen Konflikt mit Landeshauptmann Pröll!
- Grund: "Jede Stellungnahme schadet nur Molterer"
- Kampfabstimmung: Khol verhinderte Vize Grasser
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ÖVP-Seniorenbundchef Khol geht auf die Vorwürfe von Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll gegen ihn nicht ein. Mit Rücksicht auf den neuen Vizekanzler Molterer begründete der Ex-Nationalratspräsident in der "Presse", warum er "keine Stellungnahme" zur scharfen Kritik von Pröll abgeben wolle. Pröll hatte Khol die Mitschuld daran gegeben, dass Ex-Finanzminister Grasser die Politik verlassen hat.
Denn, so Khol: "Jede Stellungnahme schadet nur dem Wilhelm Molterer." Die Partei habe es nicht verdient, auf einen Weg gedrängt zu werden, der in die Enge gehe. Khol hatte bei einer ÖVP-Sitzung mit einer Kampfabstimmung gedroht, sollte Grasser, wie von Molterer und Ex-Bundeskanzler Schüssel gewünscht, Vizekanzler werden.
"Ich habe jede Menge Sympathieerklärungen bekommen, aber auch Kritik", betonte Khol gegenüber der "Presse": Alle Beschlüsse seien einstimmig erfolgt. "Ich verzichte auf jede weitere Äußerung. Ich möchte den Streit nicht auslösen."
Pröll hatte gegenüber dem ORF-Radio gesagt, in der ÖVP habe ein Erneuerungsprozess begonnen, was gut sei. "Ich hoffe sehr, dass in Zukunft die Bedeutung von Andreas Khol nicht mehr die sein wird, die es bisher gewesen ist." (apa/red)
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