"Höchste Zeit, dass etwas passiert": Korinek
drängt neue Regierung zu Ortstafel-Lösung
- Verfassungsregelung sei dafür nicht unbedingt nötig
- VfGH-Chef glaubt nicht an Ministeranklage vs. Haider
·In neuer Regierung fliegen schon Fetzen!
Ortstafeln: Krach Justiz-ministerin vs. Haider
·Studenten müssen weiter für Uni zahlen
Gusenbauer lehnt alle Nachverhandlungen ab
·Schüssel bleibt vier Jahre in der Politik!
Ex-Kanzler: "Molterer ist unbestrittene Nummer 1"
·ÖVP erstmals vor Wahlsiegerin SPÖ
Gallup sieht ÖVP bei 36 und SPÖ bei 35 Prozent
·Neue Regierung
von Fischer angelobt
Hofburg: Gusenbauer als Bundeskanzler vereidigt
·Ausschreitungen bei Demos gegen Koalition
Teilnehmer attackieren die Polizei. Plus: BILDER!
·ALLE BILDER: Neue Regierung angelobt
Präsident vereidigt neue Koalition in der Hofburg
·DURCHKLICKEN: Das ist die neue Regierung!
Alle Minister und Staats- Sekretäre im Überblick
·Wichtige Details des
Regierungsprogramms
KLICKEN: Das erwartet Österreich unter SP-VP
Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Karl Korinek, erwartet von der neuen Regierung eine rasche Neuregelung der Ortstafel-Frage. "Wir haben 2001 eine Frist für eine Sanierung von über einem Jahr gegeben - die ist ungenützt geblieben. Höchste Zeit, dass etwas passiert", drängte Korinek im Gespräch mit der APA. Für die von Rot-Schwarz geplante Staatsreform zeigte sich Korinek optimistisch.
Die im Koalitionspakt vereinbarte Verankerung der Ortstafelregelung in der Verfassung hält Korinek nicht für unbedingt notwendig. "Sehr sinnvoll" wäre für ihn zwar eine verfassungsrechtliche Definition des im Staatsvertrag genannten "gemischtsprachigen Gebiets". Bei der so genannten "Öffnungsklausel", die die Aufstellung zusätzlicher zweisprachiger Ortstafeln per Petition ermöglichen soll, wäre ein Verfassungsgesetz "im technischen Sinn" aber nicht nötig, findet Korinek.
Dass der VfGH unter einer großen Koalition weniger Arbeit haben könnte, glaubt Korinek nicht. "Viele Leute haben Angst, dass mit Verfassungsbestimmungen der Gerichtshof ausgetrickst werden könnte - diese Angst habe ich nicht", betont der VfGH-Präsident. Die Öffentlichkeit sei diesbezüglich viel "sensibler" geworden.
Für Korinek gehen die Vorschläge von SPÖ und ÖVP in Sachen Staatsreform in die richtige Richtung. Allerdings vermisst Korinek im Regierungsprogramm auch einige Maßnahmen. Ganz oben auf seiner Wunschliste steht eine bessere "Qualitätssicherung" für Gesetze im Nationalrat. Außerdem würde sich Korinek die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde gegen Gesetze auch für einfache Bürger wünschen.
(apa)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
