ÖH-Chefin Blaha verlässt laut 'profil' SPÖ:
'Kann Gusenbauer-Kurs nicht mehr mittragen'
- Fühlt sich "in erster Linie Studenten verpflichtet"
- Betrachtet Gusenbauer als "arrogant & selbstgefällig"
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, tritt ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha aus der SPÖ aus. Als Grund dafür nannte die Hochschülerschafts-Vorsitzende in einem "profil"-Interview das gebrochene Wahlverprechen von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, die Studiengebühren abzuschaffen. Wer so ein zentrales Versprechen breche oder es in den Verhandlungen nicht durchsetzen kann, solle den Mut und die Ehrlichekeit haben sich zumindest zu entschuldigen.
"Den Gusenbauer-Kurs kann ich nicht mittragen", sagt Blaha im "profil"-Interview. "Ich trete aus der SPÖ aus. Wenn sich die SPÖ vom freien Unizugang verabschiedet, muss ich mich von ihr verabschieden. Ich bin in erster Linie den Studenten verpflichtet." Dutzende rote Studenten hätten die Partei bereits verlassen. "Eine ganze Generation von politisch engagierten jungen Leuten ist in diesen Tagen enttäuscht und zerstört. Das nehmen Gusenbauer und seine SPÖ bewusst in Kauf - meine SPÖ ist das nicht mehr."
An Bundeskanzler Alfred Gusenbauer übt die 23-Jährige scharfe persönliche Kritik: "Sich arrogant und selbstgefällig ins Fernsehen zu setzen und junge Menschen zu diffamieren, die den ganzen Wahlkampf über für ihn gelaufen sind, zeugt weeder von politischer noch persönlicher Größe. Das ist eines Bundeskanzlers nicht würdig", so Blaha.
Barbara Blaha ist seit Juni 2005 im Vorsitzteam der Österreichischen Hochschülerschaft. Ihre Amtsperiode läuft im Sommer dieses Jahrses aus. Mit ihr als Spitzenkandidatin wurde der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) bei den Hochschülerschaftswahlen 2005 - kurioserweise begünstigt durch das von der schwarz-blauen Bundesregierung geänderte ÖH-Wahlrecht - zur stimmenstärksten Fraktion in der Bundesvertretung.
Gemeinsam mit Blaha tritt auch Sylvia Kuba, die Bundesvorsitzende des VSStÖ, aus der SPÖ aus. Ihre Funktion als rote Studenten-Chefin behält sie.
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