Nur 56 % finden Neo-Kanzler gut: Glatter Image-Fehlstart für Kanzler Gusenbauer!
- SPÖ-Kanzler-Vorgänger waren durchwegs beliebter
- Gallup-Umfrage dokumentiert Mittelfeld-Beliebtheit
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Was seine Imagewerte betrifft, startet Neo-Kanzler Alfred Gusenbauer seine Kanzlerschaft im Mittelfeld. Laut einer aktuellen Gallup-Umfrage hat derzeit nur knapp mehr als die Hälfte der Österreicher einen guten Eindruck vom SP-Chef. Konkret wünschen sich 56 Prozent, dass Gusenbauer künftig eine wichtige Rolle spielen soll.
Die Umfrage wurde von der Tageszeitung "Österreich" in Auftrag gegeben. Damit liegt Gusenbauer zwar vor seinem direkten Vorgänger Wolfgang Schüssel, die vorigen SP-Kanzler hatten nach der Angelobung allerdings durchwegs bessere Umfragewerte. Nach Schüssels erster Angelobung im Februar 2000 nannten 50 Prozent der Befragten den neuen Bundeskanzler als einen Politiker, der "künftig eine wichtigere Rolle spielen" sollte. Nach der zweiten Angelobung im Frühjahr 2003 waren es nur 43 Prozent. Die beliebtesten Politiker waren damals andere - nämlich Wilhelm Molterer (56 Prozent) bzw. Thomas Klestil (51 Prozent).
Bessere Imagewerte hatten die SP-Kanzler Franz Vranitzky und Viktor Klima. Vranitzky wünschten nach seiner fünften Angelobung zum Bundeskanzler 1996 58 Prozent der Österreicher eine wichtigere Rolle, sechs Prozentpunkte weniger als 1994. Bei Klima, er übernahm die Kanzlerschaft ohne Neuwahl von Vranitzky, waren es 1997 immerhin 61 Prozent. Geholfen hat das Klima aber wenig: Bei seiner ersten Nationalratswahl Ende 1999 setzte es eine schwere Niederlage, die SPÖ musste sieben Jahre lang die Oppositionsbank drücken.
(apa/red)
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