Freitag, 12. Jänner 2007

"Haben gültigen Vertrag": Eurofighter- Hersteller sieht keine Chance auf Ausstieg

  • Treffen mit Verteidigungsminister Darabos angestrebt
  • Plus: Erste Rate von 218 Mio. Euro bereits bezahlt!

So einfach, wie sich das SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos anscheinend vorstellt und angekündigt hat, wird der Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag wohl nicht werden. Die Eurofighter GmbH sieht keine Möglichkeit, etwas an der Bestellung der Flieger zu ändern. "Wir haben einen gültigen Vertrag", sagte Kommunikationschef Wolfdietrich Hoeveler im Radio. Darabos hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, zumindest 500 bis 600 Millionen Euro Verbilligung auszuhandeln.

Hoeveler bestätigte auch, dass es bereits Gespräche mit Darabos am Rande von Veranstaltungen gegeben habe. Allerdings habe man den Vertrag 2003 unterschrieben, die Arbeiten seien sehr weit fortgeschritten. "Und wir sehen keinen Grund, warum dieser Vertrag gekündigt werden soll." Jederzeit gesprächsbereit sei man bei der Eurofighter GmbH trotzdem: "Wir werden mit Herrn Darabos natürlich reden, was dann dabei herauskommt, werden wir sehen", so Hoeveler.

Österreich sei als erster Exportkunde ohnehin besonders gut behandelt worden, meinte Hoeveler weiter, alles sei knapp kalkuliert. Im Übrigen seien alle großen Komponenten der 18 österreichischen Flugzeuge schon in Fertigung, die ersten Maschinen bereits in der Endproduktion. Kein Interesse habe man auch an der Reduktion der Stückzahl, so der Hersteller, oder an der Variante, andere Produkte des Konzerns anstelle der Flieger zu kaufen.

Hoeveler kündigte auch an, Darabos schon bald zu einem offiziellen Gespräch zu treffen.

(apa/red)

12.1.2007 12:58