500 Mio. Euro für Schülerzahlsenkung: Kosten höher als Bildungs-Mehrausgaben
- Bis 2010 200 Mio. zusätzlich für Bildung vorgesehen
- Höchstzahl soll von 30 auf 25 herabgesetzt werden
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Die im Regierungsprogramm festgelegte Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf den Richtwert 25 Kinder bzw. Jugendliche (derzeit 30 mit Überschreitungsmöglichkeit bis 36, Anm.) verursacht höhere Kosten als die im gleichen Papier angekündigten Mehrausgaben für Bildung. Bis zum Jahr 2010 sollen demnach für Bildung um 200 Mio. Euro mehr zur Verfügung stehen - laut einer Berechnung des Bildungsministerium vom Dezember kostet die Senkung der Klassenschülerzahl aber 485 Mio. Euro allein an Personalkosten, die SPÖ rechnete damals mit einem Mehraufwand von 300 Mio. Euro.
Im Regierungsprogramm ist die "aufsteigende" Umsetzung der Schülerhöchstzahl-Senkung in jeder Schulart festgeschrieben - also beginnend mit den ersten Klassen im ersten Schuljahr, gefolgt von den ersten und zweiten im darauf folgenden usw. Für diese Variante hat das Bildungsressort im Vollausbau (also nach vier Jahren) für die Schulen der Sechs- bis 14-Jährigen zusätzliche Personalkosten von rund 210 Mio. Euro, für AHS-Oberstufen sowie berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) weitere 275 Mio. Euro errechnet - insgesamt also 485 Mio. Euro. Bereits eingerechnet wurde dabei der demographisch bedingte und kostendämpfend wirkende Schülerrückgang.
Die SPÖ setzte im Dezember die Kosten dafür niedriger an: Mit 300 Mio. Euro an zusätzlichen Personalkosten lagen diese aber ebenfalls noch über den im Regierungsprogramm vorgesehenen 200 Mio. Euro. Zu den Personalkosten kommen aber noch derzeit kaum bezifferbare Mehrkosten für etwaige Baumaßnahmen für zusätzliche Klassen oder Zulagen, etwa für Direktoren.
Nach den Ministeriums-Berechnungen müssten bei einer Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf 25 an den österreichischen Volksschulen 1.100 Klassen zusätzlich eingerichtet werden, an den Hauptschulen 1.650 und in den AHS-Unterstufen rund 220.
(apa)
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