Grasser hätte bleiben sollen: Molterer wollte Finanzminister auch als Vizekanzler
- "Unkonventionelle" Lösung parteiintern gescheiert
- Abschied im VP-Bundesvorstand "sehr emotional"
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Die neue Nummer eins in der ÖVP, der designierte Vizekanzler Molterer, ist für einen Verbleib von Karl-Heinz Grasser in der Regierung eingetreten. In der ZiB2 bestätigte Molterer, dass er die ÖVP-Führung und Grasser die Führung als Vizekanzler im ÖVP- Regierungsteam übernehmen hätte sollen. Es sei "schade", dass diese "unkonventionelle" Lösung parteiintern gescheitert sei.
"Ich wollte mit Karl-Heinz Grasser den Weg gemeinsam gehen. Das war mein Angebot", so Molterer wörtlich. Grasser selbst meinte im ZiB2-Interview, sein Abschied im ÖVP-Bundesparteivorstand sei "sehr emotional" gewesen. Eine Rückkehr in die Politik schloss er kategorisch aus.
Molterer bekräftigte, dass er am 21. April beim ÖVP- Bundesparteitag als Bundesparteiobmann antreten werde. Er wolle die Führungsverantwortung in der ÖVP übernehmen, mit dem Ziel, die ÖVP bei der nächsten Wahl wieder zur Nummer eins zu machen. Sein Vorgänger, Wolfgang Schüssel, habe "menschliche Größe" gezeigt in der schwierigen Situation der Partei nach der Wahlniederlage am 1. Oktober. Das verdiene "ungeheuren Respekt".
Das Regierungsübereinkommen mit der SPÖ bezeichnete Molterer als "sehr sehr gutes Ergebnis". Die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge - gegen die sich die ÖVP immer ausgesprochen hatte - verteidigte er. Dies sei notwendig, "weil die Gesundheit uns etwas wert ist". Es sei eine "moderater Beitrag, weil wir das beste Gesundheitssystem wollen".
Dass das Regierungsübereinkommen im SPÖ-Parteivorstand nur mit 75 Prozent Zustimmung gefunden hat, stört Molterer nicht. Entscheidend sei, dass Alfred Gusenbauer ihm versichert habe, zu diesem Programm und zu dieser Koalition zu stehen.
(apa/red)
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